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salted

20. November 2013, by

SALZIG

Vorbei sind die süssen Träume. Am Samstagabend bei Vollmond spült uns der Rio Dulce wieder zurück ins Meer. Die Sandbank im Mündungsbereich überschleifen wir auch dieses mal nur knapp. Hector, ein spezialisierter Fischer, hat uns zumindest viel besser rausgezogen als im Juni sein Konkurrent rein. TUVALU dankt’s.

Hinter uns liegt ein halbes Jahr in einem der ärmsten Länder Zentralamerikas, vor kurzem noch gebeutelt durch einen Bürgerkrieg und immer noch zu tiefst ungerecht. Oftmals wird den Landarbeitern nicht mal den Mindestlohn von 4 Euro bezahlt. Pro Tag, versteht sich. Unsere Erfahrung hingegen war nur positiv. Wir erlebten ein wunderschönes Land mit lieben Menschen, und keine einzige gefährliche Situation.

Unser erster Ankerplatz ist wiederum Tres Puntas, 10 Meilen von Livingstone. Dort trudeln dann am Montag auch BALIMARA und ULANI ein. TUVALU scheint sich anfangs jedoch noch etwas zu sträuben. Der Autopilot spuckt und zeigt immer 220 Grad ? zurück in den Fluss. Doch Dank der wie immer unglaublich schnellen und kompetenten Ferndiagnose von Marc Mestre von E-NAUTICA aus Barcelona kriegen wir die Yacht wieder auf Kurs.

Aber jetzt sind wir wieder auf See. Morgens um vier, Imma schläft. Alles wie gehabt. Wir fahren auf raumen Kurs und beinahe flacher See Richtung Utila (Honduras). Unsere erste, normalerweise schwierige Etappe gegen die vorherrschenden Passatwind ist bis anhin problemlos. Gut, denn wir wollen nach San Blas / Panama.

Ich stehe draussen im Cockpit. Über mir der perfekte Sternenhimmel. Die See, nichts als die See. Da ist es wieder. Salz auf meiner Haut.

 

SALADA

Los sueños dulces ya han pasado. El sábado con luna llena el Rio Dulce nos expulsa de nuevo al mar. También esta vez sobrepasamos el banco de arena delante de la embocadura de Livingston solamente con dificultades. Héctor, un pescador que contratamos como guía y remolcador, al menos lo consigue mejor que su competencia en Junio. Tuvalu lo agradece.

Atrás queda medio año en uno de las países mas pobres de Centroamérica. Hasta hace poco aun castigado por una guerra civil, aun vive con muchas injusticias. A los jornaleros a menudo ni pagan el salario mínimo de 4 Euros ? por supuesto por día. No obstante nuestra experiencia es sin matices excelente. Guatemala es un país maravillosa, con paisajes increíbles y gente muy amable. Y no vivimos ni una situación peligroso.

Nuestro primer fondeo una vez mas esta en Tres Puntas, a 10 millas de Livingston. El lunes llegan también nuestros amigos de ULANI y BALIMARA. Al inicio parece que el TUVALU no esta muy feliz de volver al mar. El piloto automático hace el tonto y marca siempre 220 grados ? volver al rio. Pero gracias al diagnosis rápido y competente de Marc Mestre de E-NAUTICA de Barcelona volvemos a ponerlo al rumbo. ¡Tantas gracias, Marc!

Ahora estamos de nuevo navegando. La habitual hora de escribir un blog: Son las 4 de la mañana, Imma esta durmiendo, yo de guardia. Con un rumbo con vientos de través y el mar casi plana navegamos hacia la isla Utila (Honduras). Se dice que normalmente es muy complicado remontando contra los vientos predominantes (los alisios). Pero nuestra primera etapa hasta ahora resulta ser sin apenas problemas. Bien, ya queremos ir a San Blas / Panamá.

Estoy de pies fuera en la bañera. Encima mío el cielo con millones de estrellas. El mar, nada mas que el mar. Uff, aquí lo tenemos de nuevo. Hay sal en mi piel.

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atitlan

16. November 2013, by

ATITLAN

Von Antigua aus fahren wir per Minibus zum Lago de Atitlan. Im Dorf San Marcos wohnen wir in einem traumhaft gelegenen Bungalow direkt am See.

San Marcos wurde seit ein paar Jahrzehnten von den Hippies als speziell spirituell auserkoren. Uns interessiert aber weder Reiki noch Selbstfindungs – Gehopse bei Vollmond. Wir sitzen lieber auf der Terrasse, trinken Rotwein und bestaunen den Bergsee und die Vulkane. Nachts träumt Hans schon wieder vom Bodensee in der Schweiz.

Das Dorf ist eine Zweiklassen Gesellschaft. Unten am See in unserem Hotel leben wir bei den spirituellen Hippies – einige als wären sie gerade erst aus Woodstock zurückgekehrt. Oben dann die ursprüngliche Maya – Bevölkerung. Wir fragen uns: Bringt diese kaum spanisch sprechende Gemeinschaft wirklich Fortschritt ins Dorf? Natürlich wurden Arbeitsplätze geschaffen und man lebt nach westlichen Wertvorstellungen. Oder ist es doch einfach eine weiter Art von (spirituellem) Imperialismus?

Mit den lanchas (Holzmotorboote) fahren wir über den See von Dorf zu Dorf. Besuchen Märkte und Kooperativen. Eigentlich sind wir ja nicht allzu grosse Fans von Folklore und Trachten. Aber die – selbstredend alle eigenhändig gewobenen und genähten –  Kleider der Frauen der Dörfer rund um den See von Atitlán verschlägt uns den Atem. Was für eine Kultur.

 

ATITLAN

Desde Antigua viajamos en minibus al el lago de Atitlán. En el pueblo de San Marcos vivimos en el Hotel Schumann, perfectamente situado a en la orilla del lago.

San Marcos fue elegido hace algunas décadas por los hippies como un lugar con una energía específicamente espiritual. No estamos demasiado interesados en las brisas de  Reiki y tampoco en danzas con la luna llena. Preferimos sentarnos en la terraza, tomar un vino tinto y admirar el lago y los volcanes. Hans sueña por la noche de nuevo de “su” lago de Constanza en Suiza.

El pueblo es una sociedad de dos clases. Abajo en la orilla del lago vivimos donde están los hippies occidentales, unos como si hubieran regersado ayer del festival de Woodstock. Arriba mas en la montaña viven los mayas autóctonos. Nos preguntamos: ¿Aporta esta sociedad de habla inglesa realmente progreso al pueblo? Es cierto que producen puestos de trabajo e introducen valores occidentales. Pero, tal vez es simplemente otro tipo de imperialismo (espiritual).

Con las lanchas cruzamos el lago de pueblo a pueblo. Visitamos los mercados y las cooperativas. En general no somos muy grandes aficionados del folclore y de trajes tradicionales. Pero los vestidos de las mujeres – por supuesto toda tejida y cosida a mano – nos dejan sin el aliento. ¡Qué cultura!

 

 

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flying high

13. November 2013, by

FLYING HIGH

Höhenflug unserer Zeit in Antigua  ist der Besuch im Dorf Sumpango, welches wir wiederum gemeinsam mit unseren Seglerkollegen aus Antigua / Rio Dulce besuchen. Seit Jahrhunderten lassen die Anwohner an Allerheiligen (1. November) anlässlich des  “Festival de Barriletes” riesige Drachen steigen. Diese werden während Monaten für diesen Tag gebaut und mit wunderschönen Zeichnungen und Slogans versehen. Sie messen zwischen 5.5 bis 16 Meter Durchmesser. Am Ende des Tages wird der Sieger auserkoren. Es zählt die Qualität der Gestaltung und die Flugeigenschaften.

Laut der Überlieferung versuchen seit Jahrhunderten am 1. November böse Geister auf dem Friedhof die Totenruhe zu stören. Worauf die Armen Seelen sich verstört aufmachen und in den Gassen des Dorfs herumirren –  und so für beträchtliches Ungemach sorgen. Der Ältestenrat beschloss deshalb Gegenmassnahmen zu ergreifen. Flugabwehr war angesagt. So begann man aus Papier Drachen zu basteln, welche schon weit in der Höhe die bösen Geister abwehrten. Flying high.

Ps.: Liebe Schweizer: Billiger, schöner und fast so effektiv wie Gripen – Kampfflieger. Aber auf uns hört ja niemand.

 

VUELA ALTO

Otro intento de ir a las alturas fue la visita a la aldea de Sumpango, que de nuevo visitamos con nuestros amigos navegantes. Durante siglos en el día de Todos los Santos los habitantes del pueblo celebran el “Festival de Barriletes” Durante meses construyen cometas enormes, con dibujos y eslóganes bonitos. Miden entre 5,5 a 16 metros de diámetro. Al final del día se elige el ganador. Lo que cuenta es la calidad del diseño y la capacidad voladora.

Como cuenta la tradición desde hace siglos en todos santos los malos espíritus perturban la paz de los muertos en el cementerio. Con lo cual los pobres almas angustiada se levantan y deambulan por las calles del pueblo – y por lo tanto proporciona una considerable desgracia. Los ancianos decidieron por lo tanto tomar contramedidas. Se tenia que organizar una defensa aérea. Así empezaron a elaborar cometas de papel, capaces de luchar en la altura contra los malos espíritus.

 

 

 

 

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black

11. November 2013, by

SCHWARZ

Es ist nicht nur schwarz und duster als wir in aller Herrgotts Frühe aufstehen. Sondern eigentlich den ganze Tag. Nicht dass Sonnenfinsternis wäre, von wegen Weltende des Maya – Kalenders. Nein. Denn heute ist Berg – Exkursion angesagt. Von Antigua aus besteigen wir aus den 2552 Meter hohen Vulkan “Pacaya”.

Zuerst geht’s mit einem Minibus – zusammen mit Philippe und Sandra von ULANI –  bis zum letzten erreichbaren Dorf des Vulkans. Bloss ein  paar elendigliche blechgedeckte Hütten. Dort steigen Imma und die Ulani’s auf Pferde um,  derweil ich mir beweisen möchte dass meine schwächlichen Seglerbeine immer noch zu Bergtouren reichen. Bin ja Schweizer: Enziane, Edelweiss und Juuchzen auf der Alp.

Bloss: So pechschwarze Bergspitzen wie hier können die Alpen nicht bieten (Da kann unser geschätzte Leser R.M. noch so viele Fotos schicken,  und auch Patenkind V.E. christianisiert so was nicht in heimischen Gefilden). Zudem pafft der Gipfel als ob Fidel Castro am schloten wäre. Zuerst geht’s durch den supergrünen tropischen Urwald stetig aufwärts. Doch irgendwann mal dann erreichen wir die Baum- oder Lavagrenze und alles ist nur noch schwarz.  2100m, quasi die letzte Alp unter dem Gipfel. Statt Kühe bloss ein paar Touristen.

Wie immer sind wir zu tiefst beeindruckt ab dieser so kargen, extremen Landschaften. Wüsten, Vulkane und das Meer haben vieles gemeinsam. In der Reduktion liegt die Poesie. Sie potentialisiert die Wahrnehmung. Was die treibenden Sargassos – Algenkulturen in Mitten des Atlantiks, sind die wenigen und winzig kleinen grünen Sprösslinge am Kraterrand – welche mit einem Tautropfen auf dem Blatt versuchen zu überleben. Bis der nächste Lavastrom – oder Hurrikan, Sandsturm – sie wieder zudeckt. Was für ein Wille des Überlebens. Uff, so bunt kann nur ein Vulkan sein.

 

NEGRO

Aun es de noche – oscuro y negro – cuando nos levantamos por la madrugada. Pero en realidad todo el día va a ser negro. No es que haya un eclipse debido al final del mundo según el calendario de los Mayas.  No. Porque hoy vamos de excursión a las montañas. Desde Antigua queremos subir al volcán “Pacaya” de 2552 metros.

El primer tramo lo hacemos viajando con un minibús – junto con Philippe y Sandra del ULANI – hasta el último pueblo alcanzable del volcán. Unas chozas simples y pobres cubiertas de laminas onduladas de metal. Desde ahí Imma y los ULANIS hacen la subida en caballo, mientras yo quiero probar que mis piernas débiles de navegante todavía son capaces de subir a una montaña. Como en Suiza: gencianas, edelweiss  y “juuchzen” en la montaña.

Solamente : Cumbres negras como ésta no pueden ofrecer los Alpes. Además, la cumbre expulsa humo como si fuera Fidel Castro fumando puros. Los primeros pasos subimos a través de la selva tropical súper verde constantemente hacia arriba. Pero en algún momento llegamos al limite de los árboles o de la lava. Y todo el paisaje queda sólo en negro. A 2100 metros,  casi el último pasto alpino por debajo de la cumbre. En lugar de las vacas quedan apenas unos pocos turistas.

Como siempre, estamos profundamente impresionados de estos  paisajes extremos. Desiertos, volcanes y el mar tienen mucho en común. La reducción es la poesía. Potencian la percepción. Lo que son las algas flotantes tipo sargazos en el mar Atlántico, son los pocos y diminutos brotes verdes en el borde de un cráter – que tratan de sobrevivir con una gota de rocío en la hoja. Hasta el siguiente flujo de lava – o un huracán , tormenta de arena – las cubra de nuevo. ¡Que voluntad de sobrevivir! Uf, tan colorido sólo puede ser un volcán.

 

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antigua

10. November 2013, by

ANTIGUA

Nachdem die wichtigsten Unterhaltsarbeiten auf unserer Tuvalu abgeschlossen sind brechen wir zu einem zehntägigen Landausflug durch Guatemala auf. Weg vom Seglerleben; Höhenluft ist angesagt.

Erste Station ist Antigua. Die frühere Hauptstadt Guatemalas liegt auf 1530 Meter über Meer. Meist eingeschossig im strammen urbanen Raster gebaut liegt sie eingebettet in einer Senke zwischen 3 riesigen Vulkanen. Welche  die Stadt auch mehrmals auslöschten. Fünf Tage bleiben wir in dieser als Weltkulturerbe deklarierten Stadt.

In Dimension und Qualität der Aussenräume erinnert Antigua uns oft an Trinidad in Kuba. Die Innenhöfe lassen uns an Sevilla denken. Neben der katholischen Religion und der Ausbeutung haben die Spanier hier wenigsten eine vernünftige und durchaus Klima- und ortsgerechte Baukultur eingebracht.

Die Crews von ULANI, BALIMAR, GLORIMARI und PANACHE sind auch hier und so verbringen wir die Abende oft bei gemeinsamen Abendessen. Seglerleben auf 1500m.

 

ANTIGUA

Después de acabar los interminables trabajos de mantenimiento en el TUVALU dejamos Rio Dulce para una excursión de diez días a través de Guatemala. Lejos de la vida de los marineros, buscamos la altitud y temperaturas agradables.

La primera parada es Antigua. La ex capital de Guatemala se encuentra a 1530 metros sobre el nivel del mar. Los edificios en la mayoría tienen una sola planta. Con una trama urbana rígida y racional la ciudad se encuentra ubicada en un valle entre tres volcanes gigantes. Que varias veces enterraron y destruyeron la urbe. Cinco días estamos alojados en esta ciudad declarada Patrimonio de la Humanidad.

En la dimensión y la calidad de los espacios públicos a menudo nos recuerda a Trinidad en Cuba. Los patios son los de Sevilla. A pesar de la explotación habitual y la imposición de la religión, los españoles introdujeron aquí una arquitectura muy razonable y bonita.

Las tripulaciones de ULANI, BALIMAR, GLORIAMARIS y PANACHE también están aquí y a menudo pasamos la noche cenando juntos. Vida marinera a 1500m.

 

 

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