flat

5. September 2017, by

 

FLACH

Flach. So haben wir es uns erträumt, erhofft, herbeigewünscht. Das Schiff gleitet mit full speed dahin, leicht nach steuerbord geneigt. Die Reffs werden Stück um Stück aus den Segeln geschüttet. Nachts schlafen wir tief, als ob wir in einer Marina liegen würden. Dabei sausen wir mit acht, neun Knoten dahin. Bloss dann und wann muss einer raus zur Wache. So ist Segeln ein Traum.

Die zweite Etappe zurück nach Fiji führt uns über 250 Meilen bis ganz in den Norden der Yasawa Group. Dieses mal bleiben die Füsse trocken, das Wetter stimmt, der Wind dreht in die richtige Richtung ab und wir kommen präzis vor der nächsten Regenfront in Yasawa Island an. Dann sausen wieder Blitz und Donner über uns, doch wir liegen ruhig vor Anker.

Nach unserem wilden Ritt zu den Tuvalu Islands sind wir nun zum zweiten mal hier. Geplant ist jetzt wieder fröhliches Inselhüpfen, Fiji hat 330 davon. Da bleibt doch noch einiges zu sehen in dieser so wilden Ecke des Stillen Ozeans.

PLANA

Plana. Así lo soñábamos, esperábamos y deseábamos. El barco planea a toda velocidad, suavemente inclinado a estribor. Sacamos poco a poco los rizos de las velas. Por la noche dormimos profundamente, como si estuviéramos amarrados en un puerto – aunque corremos con ocho, nueve nudos. Solamente de vez en cuando uno debe salir a la cubierta para la guardia. Así la navegación es un placer.

La segunda etapa de nuestra vuelta a Fiji nos lleva las 250 millas al norte del archipiélago de las Yasawa. Esta vez, los pies se quedan secos, la meteorología es la prevista, el viento gira en la dirección correcta y llegamos perfectamente unas horas antes del próximo frente frío con lluvia a la isla de Yasawa. Entonces truenos y relámpagos tiemblan sobre nosotros, pero ya estamos tranquilamente fondeados.

Después de nuestro viaje salvaje de ida y vuelta a las Islas Tuvalu ya es la segunda temporada aquí. Ahora el plan es saltar felizmente de isla en isla, Fiyi tiene 330 de ellas. Así todavía hay mucho que ver en este salvaje rincón del Océano Pacífico.

 

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land

27. August 2017, by

 

LAND

Es ist dieser Moment der Ankunft. Wenn sich Land als schmaler grünlicher Streifen langsam am Horizont abzeichnet, ein erster Geruch des Urwalds kurz und flüchtig durch die Nase zieht, Landvögel uns zu umkreisen beginnen, die Wellen sich mässigen, die Farbe des Wasser von tief blau ins türkis wechselt. Dann definitiv wissend dass unsere Seekarte keine Fata Morgana ist, hinter uns die endlosen Horizonte bleiben, die Nächte mit wenig Schlaf, das endlose Rauf und Runter, die salzverkrusteten Hände. Wir die Segel bergen, den Motor anwerfen und vor uns in aller Klarheit sich eine wunderschöne Bucht abzeichnet. Imma im Bug den Anker bereit macht, ihn schon leicht nach vorne schiebt, den geeigneten Ankerplatz am Rande der farbig schimmernden Korallen definiert, erste Regenbogenfische uns umkreisen, der Anker dann mit lautem Rasseln ins Wasser fällt und nach einem kurzen rückwärtigen Einfahren wieder absolute Stille eintritt. Ruhe, Friede, Sanftheit, Erleichterung, vielleicht auch Stolz. Ein leises Plätschern der kleinen Wellen am Rumpf der sanft schaukelnden TUVALU, es riecht nun intensiv nach Urwald, nach Blättern, Früchten und Kokosnüssen, ein Hahn kräht, zwischen den Palmen machen wir ein blätterbedeckte Hütte aus, ein langer Sandstrand lädt lachend unsere Füsse zum spazieren ein. Die Annäherung an eine neue, völlig unbekannte Welt.

Natürlich gibt es noch Paradiese auf dieser Welt. Die Rotumesen umsorgen uns Beinaheschiffbrüchigen mit Liebe und ihrer ausserordentlicher Gastfreundschaft. Laden uns zum Essen ein, beschenken uns mit Früchten, wollen wissen wie es da draussen war („you are really breave!”), spielen mit uns Boccia, singen mit und für uns in der Kirche, haben immer Zeit für einen netten Schwatz. Überlassen uns den Roller zur Inselrundfahrt: Schwarzes Lavagestein, feinste weisse Sandstrände, kleine vorliegenden Inselchen, geschützte Lagunen, üppig wuchernder Urwald mit tropischen Früchten, liebevoll gepflegte Blumengärten vor den Häusern, Süsswasserquellen welche sich ins Meer ergiessen, eine Sandstrasse welche sieben kleine Dörfer entlang der Küste verbindet, eine völlige Absenz jegliches Tourismus. Hier scheint die Zeit still zu stehen, was für unsere ramponierten Seglerseelen wie Balsam wirkt. Sie erzählen uns von ihrem Leben, die einen mit Familie in Tuvalu, die anderen in Fiji – und alle leben sie in Mitten der Weiten des Pazifiks. Abgehängt vom Weltgeschehen, sich der kleinen Welt ihrer Insel widmend, zentriert im hier und jetzt. Wir fühlen uns seelenverwandt und denken schon ans definitiv hier bleiben.

Was für ein unglaublicher Ort. Und beinahe wäre wir  schnöde daran vorbeigesegelt.

TIERRA

Es ese momento de la llegada. Lentamente identificando en el horizonte tierra, como una franja de color verdoso estrecha, un olor de selva pasa brevemente por la nariz, aves terrestres comienzan a dar vueltas, las olas se moderan, el color del agua de azul profundo cambia a turquesa. Definitivamente se confirma que nuestras cartas náuticas no son un espejismo, dejando atrás el horizonte sin fin, las noches con pocas horas de sueño, las interminables subidas y bajadas, las manos incrustadas de sal. Luego bajamos las velas, encendemos el motor y se nos presenta delante ya con toda claridad una hermosa bahía. A continuación Imma prepara el ancla en la proa, empujándola ligeramente hacia adelante, define el fondeo apropiado justo al borde del coral brillante de color, los primeros peces arco iris nos circundan, luego el ancla cae en el agua con un fuerte ruido metálico y después de dar brevemente marcha atrás reina otra vez el silencio absoluto. Paz, dulzura, alivio, tal vez orgullo. Un suave chapoteo de las olas pequeñas en el casco del TUVALU meciéndolo suavemente, ya olores intensos de la selva, de hojas, frutas y cocos, un gallo canta, entre las palmeras observamos una cabaña cubierta de hojas, una larga playa de arena invita sonriendo a nuestros pies caminar en ella. El acercamiento a un nuevo mundo completamente desconocido.

Por supuesto todavía existen paraísos en este mundo. Los Rotumaneses nos cuidan con su amor y su extraordinaria hospitalidad. Nos invitan a comer, nos regalan frutas, quieren saber como fue ahí fuera („you are really breave!”), juegan con nosotros a la petanca, cantan con y para nosotros en la Iglesia y siempre tienen tiempo para una agradable charla. Nos dejan un scooter para dar la vuelta a la isla: rocas negras de lava, inmejorables playas de arena blanca, islitas pequeñas y lagunas protegidas, exuberante selva desenfrenada con frutas tropicales, preciosos jardines de flores frente a las casas cuidados con amor, fuentes de agua dulce que vierten en el mar, una carretera de arena que une siete pequeños pueblos a lo largo del costa, una completa ausencia de turismo. Aquí el tiempo parece haberse detenido, lo que para nuestros almas marineras maltratadas es como un bálsamo. Nos cuentan cosas acerca de sus vidas, que unos tienen familia en Tuvalu, otros en Fiji, y todos ellos viven en medio del vasto Pacífico. Desconectados de los acontecimientos mundiales, dedicándose al pequeño mundo de su isla, centrado en el aquí y ahora. Nos sentimos compañeros del alma y ya estamos pensando en una estancia definitiva aquí.

Qué lugar mas increíble. No hay mal que por bien no venga.

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dry

24. August 2017, by

 

TROCKEN

Gewissenhaft tauche ich das Unterwasserschiff von Bug bis Heck ab. Die Rumpfdurchlässe, die Kiel – Rumpfverbindung, den Saildrive (Propeller), das Ruder.Nicht den geringsten Schaden durch Kollision, nicht der feinste Haarriss ist auszumachen. Prustend tauche ich wieder auf.

Die Erleichterung angekommen zu sein ist enorm. Im Schutze des kleinen Hafenbecken von Oinafa auf vier Meter Tiefe im kristallklaren Wasser vor Anker zu liegen. Doch diese weicht dann nur allzu bald wieder den unbequemen Fragen über die Schwere der Schäden am Boot. Haben wir sie definitiv lokalisiert, können wir sie mit eigenen Mitteln auf dieser jenseits der Zeit stehenden Insel beheben? Die Reflexion über die Gründe die dazu führten – meteorologische, seemännische, technische – können noch zuwarten. So oder so: lo pasado pasado esta, sagen wir auf spanisch.

Mit dem Dinghi inspizieren wir den Schaden über der Wasserlinie am Bug. Ein grosses und zwei kleinere Löcher im Bereich des Ankerkastens, die äussere GFK – Schale der Sandwich – Konstruktion durchbrechend. Die so entstandenen Hohlräume lassen ein Wassereintritt bei hohem Wellengang als möglich erscheinen. Tage später werden wir diese dann mit Glasfaser – Matten zukleistern. Ästhetisch eine Schande, aber dicht.

Zwischendurch wird uns von der etwas verlotterten Mole aus zugerufen. Wir fahren mit dem Dinghi rüber. Es sind die Behördenvertreter Rotuma ’s, wir erklären unsere Situation. Sie zeigen sich verständnisvoll, besorgt um unser Wohlergehen, Hilfe anbietend. So vereinbaren wir, dass sie am nächsten Tag fürs offizielle Einklarieren wiederkommen.

Drinnen pumpen wir erneut das Seewasser ab. Doch die Bilge füllt sich wieder. Wir überprüfen die Kielbolzen, die Seeventile, den Auspuff, den Wassermacher. Alles. Mit dünnen Schläuchen pumpen wir die fast unzugänglichen Hohlräume in der Bodenkonstruktion ab. Und tatsächlich, gegen Abend reduziert sich das nachlaufende Wasser auf ein kleines Rinnsal. Nun atmen wir zum Ersten mal tief durch.

Beim sundowner fällt der Anspannung langsam von uns ab, wandelt sich in Vorfreude. Nein, dies ist nicht das Ende unserer Reise. Auf was für einer wunderbaren Insel wir doch angelandet sind. Was für ein Glück wir haben! Auch wenn wir immer noch rätseln woher als das Wasser gekommen ist. Egal, Hauptsache wir stehen wieder im Trockenen.

SECO

Con conciencia y cuidado buceo de proa a popa. Los pasa cascos, la conexión quilla – casco, el Saildrive (hélice), el timón. No observo ni el mas mínimo daño causado por una colisión, ni la mas fina hendidura. Resoplando hondo llego a la superficie.

El alivio de haber llegado es enorme. Refugiado en el pequeño puerto de Oinafa, anclado a cuatro metros de profundidad en el agua cristalina. Pero ya muy pronto vuelven las preguntas incómodas sobre la severidad del daño al barco. ¿Los hemos localizado definitivamente, los podemos arreglar con nuestros propios recursos en esta isla que está situada más allá del tiempo? Todavía pueden esperar las reflexiones sobre las razones que nos llevaron a esto – meteorológicas, marineras, técnicas. De cualquier manera, lo pasado pasado esta.

Con el chinchorro inspeccionamos el daño por encima de la línea de flotación en la proa. Un gran agujero y dos más pequeños en el área del pozo del ancla rompiendo la capa exterior de la construcción de sándwich de fibra de vidrio en esa zona. Tal vez permitiendo así una entrada de agua con las olas de mar grueso. Días después, los pegaremos con esteras de fibra de vidrio. Estéticamente una pena, pero eficaz.

Mientras tanto nos llaman del cutre muelle cercano. Nos acercamos con el chinchorro. Son los representantes de las autoridades de Rotuma, explicamos lo que nos ha pasado. Nos muestran comprensión y preocupación por nuestro bienestar, ofreciendo ayuda y acordamos que volverán el día siguiente para los tramites oficiales de entrada al país.

En el interior volvemos a bombear el agua de mar. Pero el achique se llena de nuevo. Comprobamos los pernos de quilla, las válvulas de mar, el tubo de escape, la desalinizadora. Todo. Con mangueras bombeamos las cavidades casi inaccesibles en la construcción del suelo. Y de hecho, hacia la tarde, el achique se va reduciendo a un pequeño chorrito. Por primera vez respiramos profundamente.

Con el sundowner la tensión lentamente cae de nosotros, cambiando a ilusión. No, este no es el final de nuestro viaje. ¡En qué isla mas maravillosa hemos aterrizado! Que suerte tenemos! Incluso si todavía estamos algo desconcertados de cómo entró el agua. No importa, los pies ya están secos.

 

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salty

22. August 2017, by

SALZIG

Die Böen hämmern mit 45 Knoten ins stark gereffte Grosssegel, die Fock haben wir schon vor Stunden ganz eingerollt. Wir knüppeln gegen an, rauf und runter. Eine Achterbahn, eine Waschmaschine, und wir mitten drin. Jegliche Aktivität an Bord wird zur Akrobatik. Von wegen Südsee, Palmen und Sandstrand. Ein Märchen um ahnungslose Segler zu verführen.

Wellen wie Berge bremsen uns. Das Schiff sackt ins Tal, davor steht wieder eine Wand aus grünblau schimmerndem Wasser. Vier, fünf Meter hoch schätzen wir. Darüber die schäumende Gischt, über das Schiff hinweg brechend. Lausige zwei Knoten geht es noch voran. Hinter uns ein Tagesetmal von beschämenden 90 Meilen, vor uns noch 400 bis nach Fiji. Ein Albtraum der kein Ende nimmt. Mit allen Händen (warum haben wir nur zwei davon?) versuche ich mich am Navigationstisch festzuklammern.

Plötzlich höre ich ein Blubbern, irgendwo aus der Richtung meiner Füsse. Mag es mir kaum eingestehen. Doch da ist es. Glug, glug, glug. Es braucht Überwindung die Bodenbretter anzuheben. Physische, aber vor allem mentale. Mir schwant was da kommt. Shit, da schwappen also mehrere Dutzend Liter Wasser hin und her. Glug, glug, glug. Ohne Hoffnung schmecke ich das Wasser mit dem Finger ab. Salzig.

Denn vor ein paar Stunden ist uns noch ein weiteres Missgeschick passiert. Der Anker hat sich aus der Halterung gelöst und stundenlang gegen den Rumpf geschlagen. Ein faustgrosses Loch hinterlassen, ohne dass wir es bemerkt hätten. Woher also soll das Meereswasser sonst kommen? Stunden später und nach jedem erneuten Ausschöpfen sinkt die Hoffnung im Gleichklang mit dem Anstieg des Salzwassers.

Nach drei Tagen Inferno sind wir zum Umfallen müde, fast unfähig zu denken. Meine Hirnzellen scheinen desaktiviert zu sein. Hochseesegeln ist vor allem eine mentale Herausforderung. Mit der crew am Limit und einer Wasser machenden Yacht beschliessen wir letztendlich doch den Kurs zu ändern. Die in den Weiten des Pazifiks verlorene Insel Rotuma anzulaufen. Falls wir ein echtes strukturelles Problem hätten, könnten wir dies zwar dort sicher nicht beheben. Sinkend gäbe zumindest Land unter den Füssen. Einmal den Kurs geändert, aktiviert sich auch mein Hirn wieder.

24 Stunden später lassen wir völlig erschöpft den Anker in der kleinen Bucht in der NE Ecke der Insel fallen. Kristallklares Wasser, perfekt geschützt gegen die Passatwinde aus SE, eine traumhafte Szenerie wie sie nur die Südsee bieten kann. Genau, deswegen segeln wir doch.

SALADO

Ráfagas de 45 nudos martillean en la mayor con el tercer rizo, ya hace horas hemos enrollado el foque por completo. Vamos en contra, arriba y abajo. Una montaña rusa, una lavadora, y nosotros dentro. Cualquier actividad a bordo se convierte en acrobacia. Aquello del mar del Sur, lo de las palmeras y playa de arena: un cuento de hadas para seducir marineros desprevenidos.

Olas como montañas nos frenan. El barco se desploma en un valle profundo, delante una pared de agua azul – verde brillante. Cuatro, cinco metros de altura, estimamos. Por encima de ello espuma blanca, rompiéndose sobre el barco. Avanzamos con dos miserables nudos, delante quedan aun 400millas a Fiji. Una pesadilla que no tiene fin. Con todas las manos (¿por qué tenemos sólo dos de ellas?) intento aferrarme a la mesa de navegación.

De repente oigo un burbujeo, en algún lugar en la dirección de mis pies. No quiero admitirlo. Pero ahí está. Glug, glug, glug. Hace falta mucha superación para levantar las tablas del suelo. Físico, pero principalmente mental. Me temo lo que habrá. Mierda, varias docenas de litros de agua se derraman de un lado a otro. Glug, glug, glug. Sin esperanza saboreo el agua con mi dedo. Salada.

Hace unas horas ocurrió otra desgracia. El ancla se descolgó del soporte y golpeó el casco durante horas. Dejando un agujero del tamaño de un puño sin que nos diéramos cuenta. Entonces, ¿de dónde debe venir el agua, si no de ahí? Horas más tarde y después de cada achique, la esperanza baja al ritmo que el nivel del agua salada aumenta.

Después de tres días de infierno estamos destrozados, casi incapaces de pensar. Mis células cerebrales parecen estar desactivadas. La navegación de altura es ante todo un reto mental. Con la tripulación al límite y un yate que hace agua, decidimos finalmente cambiar el rumbo. A Rotuma, una isla perdida en la inmensidad del Pacífico. Si tuviéramos un verdadero problema estructural, infaliblemente no podríamos arreglarlo allí. Pera habría al menos tierra debajo de los pies por si a caso. Una vez que el curso se cambia, mi cerebro también reacciona de nuevo.

24 horas después y completamente agotados dejamos caer el ancla en una pequeña bahía en el noreste de la isla. Agua cristalina, perfectamente protegida contra el viento potente del SE, un paisaje de ensueño como sólo los mares del Sur pueden ofrecer. Por eso estamos navegando, ¿no?

Tuvalu | Funafati

 

 

 

 

 

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invited

2. August 2017, by

EINGELADEN

Seit einer Woche liegen wir nun schon in der wunderschönen Bucht von Funafara, auf der anderen Seite der Lagune und etwa 9 Meilen vom Hauptdorfs Funafutis entfernt. Der mit Palmeninselchen umrandete südwestliche Abschluss der Lagune; eine Südsee – Traumlandschaft mit Korallen, Riffen, türkisgrünem Wasser und einem perfekt geschütztem Ankerplatz.

Heute Sonntag war Besuch in der Kirche von Funafara angesagt. Nicht dass wir besonders religiös wären. Doch längst haben wir gemerkt, dass dies oft der zentrale Anlass der Dorfgemeinschaften ist, und der Besuch des Gottesdienst als Zeichen des Respekt für Ihre Traditionen verstanden wird. Und ein exzellenter Moment um Ihre Kultur und Gewohnheiten besser kennenzulernen.

Zudem ist er auch hier wieder ein musikalisches Highlight. Nicht unwichtig, wenn man von der Predigt auf tuvaluisch kein Wort versteht. Die Gemeinde ist klein, doch die etwa 20 Mitglieder enttäuschen nicht und warten mit schönen mehrstimmigen Kanons auf.

Auch ist heute Muttertag. Imma wird mit einem wunderbar duftenden Blumenkranz beschenkt. Doch es kommt noch erstaunlicher. So haben doch über Jahrhunderte die Missionare versucht, die barbarischen Wilden zu bekehren. Nun werden die fremden Segler beim Hinausgehen mit einer Bibel beschenkt. The Holly Bible. Auf der Baptisten-Version steht vorne drauf: Let them give glory unto the Lord, and declare his praise in the islands. Und anschliessend gleich noch zum Mittagessen mit der Dorfgemeinschaft eingeladen.

In der Mitte des Gemeinschaftshauses steht das von den verschiedenen Familien zubereitete Essen. Wir sitzen wie schon gewohnt am Boden auf einer Matte, essen ohne Besteck mit den Fingern, aber mit frischem Fisch vom Feinsten, Brotfrucht, und allerlei anderes Leckeres.

Als Gäste dürfen wir das Buffet eröffnen, dann folgen die Frauen und die Mädchen, und zu Schluss die Männer und die Jungs. Erst nach einer Weile merken wir; beim Essen schweigt man, doch danach eröffnet der Dorfälteste offiziell das Gespräch und als erste werden wir aufgefordert uns vorzustellen. Das wir aus der Millionenstadt Barcelona stammen, dass wir mit unserer schwimmende Tuvalu bloss des Reisens willens reisen. Wie immer nicht einfach. Nach ein paar Rückfragen (nein – keine Angst vor Stürmen) geht das Gespräch in der Runde weiter und es werden Gespräche zu Dorfangelegenheiten abgehandelt.

Bei der Rückfahrt auf unsere schwimmende Tuvalu, nochmals beschenkt mit Früchten, sind wir wieder einmal zu tiefst beeindruckt und dankbar für diese Erfahrung. Die Zeiten der meist miserablen westlichen Eroberer, Korsaren und Missionare sind glücklicherweise definitiv vorbei. Was wir hier an Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit einer Gemeinschaft erfahren dürfen übertrifft alles, was wir aus der westlichen Welt kennen.

 

INVITADOS

Desde hace una semana estamos fondeados en la bellísima bahía de Funafara, a unas 9 millas del pueblo principal de Funafuti. En el ultimo extremo de la laguna, rodeado de islitas con palmeras, un ensueño del mar de sur con corales, arrecifes, agua turquesa y un fondeo perfectamente protegido.

Hoy domingo tocaba visita a la iglesia del pueblo de Funafara. No es que seamos muy religiosos. Pero a menudo la misa es el acontecimiento principal de la comunidad, y participar en ella se entiende como señal de respeto a su tradición. Y una gran oportunidad de conocer mejor su cultura y sus costumbres.

También es un evento musical. No poco importante, ya que toda la misa esta en su propio idioma. La comunidad es pequeña, pero los aproximadamente 20 miembros no nos defraudan y nos brindan con unos bellos polifónicos cánones .

Además hoy es el día de la madre. Al entrar a la iglesia a Imma le regalan un bonito collar de flores aromáticas. Pero hay mas sorpresas. Después que durante siglos los misioneros intentaron convertir los supuestos barbaros, acabado la misa ahora nos regalan una biblia. The Holly Bible. La versión baptista con una bella foto del mar turquesa en la portada. Y seguido nos invitan a comer, junto a toda la comunidad.

En medio de la casa de la comunidad esta colocada la comida, preparada por las diferentes familias. Como de costumbre estamos sentados en el suelo. Con los dedos y sin cubiertos comemos pescado fresco y crudo, fruta de pan y otras delicias de sus huertos.

Como visitantes nos piden que iniciemos el buffet, luego siguen las mujeres, las niñas y los hombres y niños al final. No dos dimos cuenta de que no se hablaba durante la comida hasta que al terminar de comer el anciano jefe del pueblo abrió oficialmente la charla. Nos invitan a presentarnos. Explicamos que somos de una ciudad con millones de habitantes que se llama Barcelona, que con el Tuvalu flotante viajamos solo para viajar. Después de unas preguntas más (no, no tenemos miedo de temporales) la ronda sigue y finalmente hablan de asuntos de la comunidad.

Volviendo a nuestro Tuvalu flotante – una vez mas obsequiados con frutas – nos sentimos profundamente impresionados y agradecidos. Los tiempos de aquellos miserables exploradores, bucaneros y misioneros occidentales por suerte definitivamente han pasado. La humanidad, hospitalidad y cortesía que hemos podido vivir en esta comunidad supera todo lo que conocemos de nuestro mundo occidental.

 

 

 

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