india – or not

17. September 2016, by

India – or not

Es scheint als seien wir schon in Indien. Ein Irrtum dem schon Kolumbus unterlegen ist. Doch unsere Beweislage ist besser: Im Supermarkt in Savusavu spricht man hindi (sie nennen dies fiji talk) und der letzte Tophit Cham Cham von Baaghi Tiger Shroff plärrt schrill aus dem loudspeaker. Kein Wunder, 37% der Bevölkerung Fiji’s sind Indier. So auch Rinash, unser driver im öffentlichen Bus. Die fahrende Kiste scheint irgendwann mal vor dem ersten Weltkrieg gebaut geworden zu sein. Doch sie fährt noch immer. Dank Rinash. Krachend zirkelt er über die Schotterpiste durch die wunderschöne Landschaft, spricht gleichzeitig in sein Mobile, lacht herzzerreissend die Passagiere  an und joked mit uns. Auch wir unterliegen augenblicklich seinem Charme. Die Ticketmaschine spricht laut please take your ticket; Rinash kassiert und wirft das Papier-Ticket elegant aus dem Fenster. Seit 5 Jahren fährt er täglich diese Route. Hinter und neben uns sitzende Passagiere erklären uns gleichzeitig die vorbeiziehenden Landschaft (There is the school!!! There is a village!!!) und die nicht zu sehenden Schäden des Zyklon Winston. Reinstes Bollywood – Feeling. We love Fiji!

Erste Anzeichen also, dass wir weiter nach Westen gerückt sind. Der ferne Osten ist nicht mehr weit.

 

India – o no

Parece como si ya estuviéramos en la India. Un error que ya le pasó a Colon, pero nuestras pruebas parecen mas contundentes: En el supermercado en Savusavu se habla hindi (ellos la llaman fiji talk) y el último Tophit Cham Cham de Baaghi Tigre Shroff chilla desde el altavoz a todo volumen. No es extraño, ya que el 37% de la población de Fiji es india. Así también Rinash, nuestro conductor del autobús público. Este cajón con ruedas parece haberse construido antes de la Primera Guerra Mundial. Pero aún funciona, gracias a Rinash. Despreocupado nos lleva por la carretera de grava, por un hermoso paisaje, al mismo tiempo que habla con su móvil, sonríe a los pasajeros y bromea con nosotros. Enseguida nos rendimos a su encanto. La máquina expendedora de billetes habla en voz alta please take your ticket; Rinash cobra y  tira el billete de papel con elegancia por la ventana. Desde hace 5 años sirve a diario esta ruta. Al mismo tiempo varios pasajeros a nuestro lado nos explican simultáneamente el paisaje (There is the school!!! There is a village!!!!), o bien el daño casi invisible del ciclón Winston del invierno pasado. Sensación de Bollywood de estilo más puro. We love Fiji!

Pues, primeros signos que nos movemos cada vez más hacia el oeste. El Oriente Lejano ya no está muy lejos.

 

Nb. Thanks to Fabi / SV JOSHUA for some of the nice pictures!

Category: 2016, Fiji Comments: 6 Comments »

where the wind blows

29. August 2016, by

WOHIN DER WIND UNS TRÄGT

Als sich langsam das Gefühl einstellt, wir könnten weiterziehen, legt sich eine Konvergenzzone über die Inselgruppe von Vava’u. 10 Tage Regen, grauer Himmel – währenddessen man sich in Europa an der Sonne röstet. Das nachfolgende Hochdruckgebiet vertreibt die Regenwolken, beschert uns jedoch auch eine Woche Südostwinde in Sturmstärke. Nicht daran zu denken wie geplant nach Norden Richtung Samoa und Wallis zu segeln.

Doch seit gestern sind wir wieder unterwegs. Segle dahin wohin der Wind dich trägt, sagt man. Zurück bleiben die spanischen Freunde der PAGE, segeln ist immer auch Abschied nehmen. Wir nutzen die inzwischen moderateren Ostwinde und fahren downwind direkt nach Fiji. Also zurück zur Essenz der Hochsee – Navigation: Die Welle schiebt von hinten, der Windpilot schaukelt, die Yacht auch, von vorne zieht die Passatbeseglung. Rauf runter, rauf runter, unermüdlich. Wir sprechen dann und wann über Kurzwelle mit andere Yachten, lesen viel, ich spiele Gitarre, wir dösen dann und wann, schlafen abwechselnd und zu Unzeiten. Ab von der Welt und tief im Leben.

A DONDE EL VIENTO NOS LLEVA

Cuando nos coge de nuevo el gusano de descubrir nuevas islas, una zona de convergencia se asienta encima del archipiélago de Vava’u. Mientras en Europa todo el mundo se broncea, aquí tenemos diez días de lluvia, de cielo gris. Justo después, un anticiclón despeja por fin las nubes. Pero también aporta una semana de vientos potentes del sudeste. Ni pensar de navegar hacia el norte como previsto, a las islas de Samoa y Wallis.

No obstante desde ayer estamos de nuevo en camino. Allá a donde el viento nos lleve. Atrás quedan los buenos amigos del PAGE, navegar es despedirse y esperar al siguiente reencuentro. Aprovechamos los vientos algo mas moderados y navegamos en una empopada hacia Fiji. Nos encontramos de nuevo con la esencia de la navegación de altura: la ola empuja, el piloto de viento balancea, el barco también, y delante estiran con fuerza las velas. Hablamos en onda corta con barcos amigos, leemos mucho, miramos alguna película, estoy tocando la guitarra, hacemos siestas y dormimos intercaladamente en horas extraños. Lejos del mundo, profundamente dentro de la vida.

Category: Tonga Comments: One Comment »

maninita

23. August 2016, by

MANINITA

Wir sagen ja immer wieder, dass wir nicht wegen den augenscheinlichen Argumenten um die Welt segeln. Nicht, weil uns das Segeln gefällt. Nicht wegen den schönen Ankerplätzen in den Tropen. Sondern wegen den Menschen, den so andersartigen Kulturen. Welche uns immer wieder unsere eigenen Wertvorstellungen durcheinander bringen.

Aber manchmal landen wir wieder auf einer dieser absoluten Paradiesinseln wie Maninita, die südlichste, abgelegenste aller Inseln der Vava’u Group Tongas. Die Einfahrt durch das Korallenriff ist gefährlich, schwierig zu finden, schmal wie ein Handtuch. Einmal drinnen hat’s kaum Platz um die Yacht vor Ort zu drehen.

Doch dann ertrinkt man vor Schönheit. Das Meer glasklar, himmel-, türkis-, tiefblau, in allen Schattierungen. Darunter schimmern die Korallen, Millionen von bunten Fische. Die Insel klein, mit feinstem Sand, mit schwarzbraunen Lavafelsen. Undurchdringlich bewachsen mit saftgrünen Palmen, Mangos, Farnen. Bewohnt einzigst von Tausenden von Seevögeln, welche hier brüten.

Und wir.

MANINITA

A menudo comentamos que no navegamos alrededor del mundo porque nos gusta navegar y por los bellos fondeos en los trópicos. Sin embargo si por la gente y las culturas tan distintas. Lo cual nos hace cuestionar nuestros propios valores.

Pero a veces llegamos a una de estas islas paradisíacas como Maninita, la más meridional, más aislada de todas las islas del archipiélago Vava’u de Tonga. La entrada a través de la barrera de coral es peligrosa, difícil de encontrar y muy estrecha. Una vez dentro apenas hay espacio para girar el barco.

Pero entonces nos ahogamos ante la belleza. El mar transparente, celeste, turquesa, azul profundo – en todos los tonos inimaginables. Debajo de la superficie brillantes corales, millones de peces multicolor. La isla pequeña, de arena fina, con rocas de lava. Tupida con verdes palmeras, mangos, helechos. Solo ocupada por miles de aves marinas, incubando sus huevos.

Y nosotros.

 

Category: 2016, Tonga Comments: 4 Comments »

95%

18. August 2016, by

95%

Die Hütte steht etwas schief. Ein rostbraunes Wellblechdach. Die Wände aus Sperrholz, die undefinierbare Farbe abblätternd. Fenster, mit Brettern wieder halb zugeschalt. Doch im Garten schiessen tropische Blumen aus der Erde. Zwischen einem verrostenden Auto, einem alte Kühlschrank und einem kaputtem Plastik – Spieltraktor hüpfen die Hühner. Das Haus schäbig umzaunt, die frei im Dorf rumvagabundierenden Schweine bleiben so draussen. Wie zufällig hingeworfen stehen die Hütten auf der Ebene, Strassen sind unbekannt. Für was denn auch? Kein Zentrum, keine Hierarchie, keine Symbole. Alles scheint zufällig, improvisiert.

Da wird mein Intellekt als Architekt gefordert. Ist dies nun auch Architektur? Oder einfach ein ungeordneter Abschaum von schlechtem Bauen? Zeichen der Armut, Unkultiviertheit? Die Versuchung ist gross sich als kulturelle Imperialist zu versuchen. Dass sie mal anständig bauen, planen. Oder wenigstens mal aufräumen.

Seit Vitruv wissen wir, dass gute Architektur aus einem ausgewogenen Verhältnis zwischen firmitas, utilitas und venustas besteht. Also Konstruktion, Nutzung und Schönheit. Dieses Gleichgewicht verschiebt sich mal mehr dahin, mal mehr dorthin.

In der sogenannten ersten Welt scheint sich die Architektur zusehends auf die venustas zu konzentrieren, die Lehre der Schönheit. Zeitgenössische Architektur präsentiert sich wieder mal bunt, auffällig, oberflächlich, ornamenthaft. Dem schnellen Konsum heischend. Dem haben sich die Nutzungen und die Logik der Konstruktion zu unterwerfen. Architektur, die nicht als Push – Meldung auf dem iPhone Platz hat, scheint in ihre Berechtigung verloren zu haben. Kumpel Calatrava zum Beispiel: 95 Prozent venustas, und nur ganz klitzeklein wenig firmitas und utilitas.

Doch wie steht es mit den Dörfern die wir beim Segeln besuchen? Etwa in Honduras, Marquesas, Tonga? Hier im gleich nebenan liegenden Dorf Vakataumai? Die Gemeinschaft ist arm, es reicht bloss zum Allernötigsten. Man ist froh, wenn man gesund bleibt. Es regnet oft, also viel Schlamm. Und im Winter ziehen zu allem Elend noch die Zyklone über die Inseln. Zerstören das Wenige das man hat.

Als kulturelle Imperialist würde ich hier in Beton bauen. Stabil, das ihnen der Zyklon nichts anhaben kann. Doch die firmitas zelebriert das Vergängliche. Ein Leichtbau aus Holz, halb vorfabriziert. Wird dieser weggefegt, dann hat man schnell einen neuen gebaut. Die utilitas ist das einzige was zählt. Zweckbauten. Ein Dach über dem Kopf wenn’s regnet. Manchmal ist die Küche drinnen, manchmal draussen. Das Klo ebenso. Die venustas? Inexistent. In der absoluten Misere scheint kein Platz für Ästhetik zu sein.

Die Hilfsprojekte aus Australien, Amerika, Japan bauen, Schulen, Kirchen, zyklonsichere Aufenthaltsräume, stand alone Solarpaneele zur Stromversorgung. Sie tun Gutes, unbestreitbar, und glücklicherweise gibt es sie und kümmern sie sich um die arme Bevölkerung von Tonga. Doch gleichzeitig importierten sie auch ihre Baukonstruktion. Holz – Leichtbauweise ist definitiv nicht die traditionelle Baukultur Tongas. Denken wir an die islamische Architektur Marokkos, an die Iglus der Eskimos, an die Heustaden in den Schweizer Alpen, an die Hütten der Kunas in San Blas. Alle bauen mit den vor Ort vorhandenen Materialien eine Architekturtypologie und -konstruktion, welche im Einklang mit dem Ort stehen. Anonyme Architekturen ohne Architekten, welche durch die Limitierung der Mittel nachhaltig und mit den klimatischen Verhältnissen des Ortes im Einklang sind. Und daraus resultierend sich äusserst ästhetisch präsentieren. Traditionelle, über Generationen weiterentwickelte Architektur ist in Tonga gleich wie in Französisch Polynesien praktisch inexistent.

Wie überall auf der Welt ist die Architektur das aktuelle Abbild der gesellschaftlichen Strukturen, in Stein geronnene Gesellschaftsform. An ihr lesen wir der Zustand der Nation ab. Deshalb bewundern wir die Pyramiden in Ägypten, die Oper in Dresden, der Mies in Barcelona, und selbst einige Calatrava in Valencia.

Auch auch in Vakataumai geht es somit um Architektur. 95 Prozent Utilitas.

Ps. Mehr Architekturvermittlung? >>> Guiding – Architects

 

95%

La choza está torcida. El tejado ondulado de color marrón oxidado. Las paredes hechas de madera contrachapada, la pintura deshojándose y de color indefinible. Las ventanas en partes tapadas con chapas viejas. Pero en el jardín disparan flores tropicales. Entre un coche oxidado, una vieja nevera y juguetes de plástico rotos botan pollos. La choza está precariamente vallada, hay cerdos vagabundeando. Las casas del pueblo están colocadas en el plano cómo arrojadas al azar, sin calles. ¿Hacen falta? Sin centro, sin jerarquía, sin símbolos. Todo parece aleatorio, improvisado.

Lo cual exige mi intelecto como arquitecto. ¿Esto es arquitectura? O simplemente una escoria no ordenada de mala construcción? ¿Emblema de la pobreza, de falta de cultura? La tentación es de ensayarse como imperialista cultural: ¡Que planifiquen y construyan de forma decente! O al menos que limpien un poco!

Desde Vitruvio sabemos que la buena arquitectura se compone de una relación equilibrada entre firmitas, utilitas y venustas. Es decir, de la construcción, del uso y de la belleza. Este equilibrio puede balancearse a veces mas por ahí, a veces mas por aquí.

En el llamado primer mundo, la arquitectura parece cada vez más se centra en la venustas, la doctrina de la belleza. La arquitectura contemporánea se presenta de nuevo colorida, llamativa, ornamentada de manera superficial. Buscando el consumo rápido. El uso y la lógica de la construcción tiene que subyugarse. Arquitectura que no cabe en un mensaje push en el iPhone parece haber perdido su justificación. Nuestro amigo Calatrava por ejemplo: el 95 por ciento venustas, y sólo muy poquito firmitas y utilitas.

Pero ¿qué pasa con algunos de los pueblos que visitamos durante nuestro viaje? Por ejemplo en Honduras, Marquesas, Tonga? O aquí, en el pueblo al lado Vakataumai? La comunidad es pobre, solo llegan a las necesidades mas elementales. Llueve a menudo, por lo tanto hay barro en todos los lados. Y para acabar de rematarlo en invierno los ciclones arrasan las islas. Destruyen lo poco que tienen. Es duro vivir aquí.

Con un pensamiento de imperialista cultural aquí construiría en hormigón. Sólido, para aguantar los ciclones. Pero aquí la firmitas celebra lo efímero. Construcciones ligeras, semi-prefabricadas, de madera. Si el ciclón lo destruye, se construye uno nuevo. La utilitas es lo único que importa. Edificios funcionales. Un techo sobre la cabeza cuando llueve. A veces, la cocina esta en el interior, a veces fuera. El baño también. ¿La venustas? Inexistente. Parece que no hay lugar para la estética en la miseria absoluta.

Proyectos de ayuda de Australia, Estados Unidos, Japón construyen escuelas, iglesias, refugios de ciclones, paneles solares stand alone. Hacen bien, sin lugar a dudas, y afortunadamente están aquí y cuidan de la pobre gente de Tonga. Pero al mismo tiempo importan su filosofía de construcción. Construcciones ligeras de madera prefabricadas definitivamente no son de la cultura tradicional de Tonga. Pensamos en la arquitectura islámica de Marruecos, a los iglús de los esquimales, los pajares en los Alpes suizos, las chozas de los Kunas de San Blas. Todos construyen con materiales disponibles en su lugar, una tipología de arquitectura y construcción que está en harmonía con su lugar. Una arquitectura anónima sin arquitectos, que debido a las limitaciones de los recursos es sostenible y adecuada con las condiciones climáticas del lugar. Y como resultado, se presenta altamente estético. Una arquitectura tradicional tonganesa, evolucionada y transmitida a través de generaciones es prácticamente inexistente (igual como en la Polinesia Francesa).

Al igual que en otras partes del mundo la arquitectura es un retrato materializado de las estructuras sociales de sus habitantes. En ello podemos leer el estado de la nación. Es por eso que admiramos las pirámides de Egipto, la ópera de Dresden, el Mies en Barcelona, o incluido algunos a Calatrava en Valencia.

Por lo tanto también en Vakataumai se trata de la arquitectura. 95 por ciento utilitas.

P.D. ¿Más arquitectura? >>> Guiding Architects

Category: 2016, Tonga Comments: 4 Comments »

about understanding

9. August 2016, by

 

VOM VERSTEHEN

Die Kinder sind scheu, trauen sich kaum zu uns. Sie lächeln, wir auch. Doch kein übermütiges rumtollen. Auch mit den Erwachsenen ist es oft rätselhaft. „Nach rechts? – fragen wir jemanden. „Ja“ – „Oder nach links?“ – „Ja“. Hmm, wollen sie vielleicht, dass wir da gar nicht hingehen?

Zu sehen ist viel Armut, trotz dem paradiesischen Umfeld. Die medizinische Versorgung ist prekär. Besser man bleibt gesund hier. Hilfsprojekte aus Amerika, Australien bauen einfachste Primarschulen. Unterschiedlichste Religionen Kirchen, wunderlicherweise oft das bestgebaute Gebäude des Dorfs.

Männer tragen Röcke, Frauen unförmige, sperrige Matten. Wir probieren cava, das Nationalgetränk. Betäubt die Zunge, schmeckt wie abgestandenes Abwaschwasser. Hat definitiv nichts mit der katalanischen Version zu tun. Schauen auch Ihrem traditionellen Tanz zu, irritiert ab dem Brauch des Publikums den Tänzern Banknoten auf den eingeölten Körper zu kleben. Die kulturelle Distanz scheint unüberwindbarer zu sein als die sprachliche.

Am Sonntag steht das Leben still. Tag der Familie und der Religion. Beim Kirchbesuch in Neiafu erscheinen alle herausgeputzt. Arme und Beine züchtig bedeckt. Unglaublich, wie die Gemeinde inbrünstig im vielstimmigen Chor singt. Meine Schwester Susanne und ihr Winterthurer Kirchenchor würde vor Neid erblassen. Doch, es ist nicht die lebensfrohe Musik mit Ukulele und Bongos wie in den Marquesas. Schwere, von Schuld triefende Kirchenmusik. Und doch sind es auch Polynesier.

Das Business ist in der Hand der Expats. Eine Gesellschaft in der Gesellschaft. Die Lebensmittelgeschäfte betreiben die Chinesen. Die Restaurants und die auf kleinen Paradiesinseln verstreuten Hotels die Australier, Deutschen, Schweizer, Amerikanern. Die Charterfirma von Sunsail ebenso. Sie alle zusammen betreiben auch die morgendliche Funkrunde auf VHF. So weiss man was läuft und bleibt unter sich. Natürlich besuchen wir auch das Restaurant „La Paella“, von Eduardo und Pilar seit 30 Jahren betrieben. Spanische Weltumsegler, die hier ihre definitive Bleibe aufgebaut haben.

An die Agriculture Show, so eine Art Schweizer Olma auf tonganesich, kommt der König Tongas. Ein richtiger König! Natürlich wollen auch wir Ihn sehen, so wie fast alle Bewohner Neiafu’s. Würdevoll, dicklich, sitzt er unter dem Zeltdach, begleitet von seiner ebenso rundlichen Frau. Das Sicherheitsdispositiv ist wohltuend inexistent, denn alle haben grossen Respekt vor ihm. So hören wir endlose Reden von verschiedensten Repräsentanten, auf tonganesich. Endlich hält dann auch seine Majestät eine kurze Ansprache und schreitet würdevoll die Ausstellung ab. Taro, Papaya, Tomaten, Limonen, Fische, Muscheln, Schildkröten. Wir lernen; Tonganeser sind Selbstversorger. Geld ist nicht so wichtig.

Auf der Mole des Dorfs Vakataumai sitzt ein Gruppe Männer, umgeben von Taros und Bananen in Körben aus Bananenstauden. Irgendwann soll ein kleines Boot sie zum Markt in Neiafu bringen. Wir setzen uns dazu, wir haben ja nichts spezielles zu tun. Und da ist sie wieder, diese ach so polynesische Eigenschaft: man hat Zeit. Langsam, zaghaft öffnen sie ihre Seele. Zu uns so fremden Menschen, mit ihren teuren Schiffen da draussen in der Bucht. Geben uns wieder dieses wunderschöne Gefühl willkommen zu sein.

 

ENTENDERSE

Los niños son tímidos, casi no se atreven a acercarse. Ellos sonríen, nosotros también. Pero no saltan alegremente. También con los adultos a menudo es desconcertante. Preguntamos a alguien por el camino: “¿A la derecha?” – “Sí” – “O a la izquierda?” – “Sí”. ¿Hmm, tal vez no quieren que vayamos allí? Quizás no es solamente que no hablamos tonganés, y ellos a menudo tampoco inglés.

Hay pobreza, a pesar del entorno paradisíaco. La atención médica es precaria. Mejor mantenerse saludable aquí. Hay proyectos de ayuda de Estados Unidos, Australia; construyen escuelas rudimentarias. Sorprendentemente los edificios mejor construidos del municipio a menudo son las iglesias, qué extraño.

Los hombres llevan faldas, las mujeres una especie de esteras voluminosas sin forma. Probamos cava, la bebida nacional. La lengua aturdida sabe a piedra molida. Definitivamente no tiene nada que ver con la versión catalana. Observamos su danza tradicional, irritados al ver como el público pega billetes a los cuerpo aceitosos de los bailarines. La distancia cultural parece aun mas insuperable que la lingüística.

El domingo, la vida se detiene. Día de la familia y de la religión. En la misa de la iglesia de Neiafu todo el mundo aparece arreglado al máximo. Los brazos y las piernas cubiertas de forma puritana. Increíble cómo la comunidad canta fervorosamente en coro polifónico. Mi hermana Susanne y su coro de la iglesia Winterthur lo envidiarían. Sin embargo, no es la música alegre con ukelele y bongos de las Marquesas. Música religiosa severa, llena de culpabilidad. No obstante, también son polinesios.

El negocio está en las manos de los expats. Una sociedad dentro de la sociedad. Las tiendas de comestibles están operadas por chinos. Los restaurantes y hoteles dispersos en pequeñas islas paradisíacas por australianos, alemanes, suizos, estadounidenses, españoles. La empresa de alquiler de veleros Sunsail también. Todos ellos cooperan en la rueda de navegantes por radio VHF, para que sepamos lo que está pasando. Por supuesto, también visitamos el restaurante “La Paella” de Eduardo y Pilar, lo llevan desde hace 30 años. Navegantes españoles, que han construido aquí su lugar definitivo para vivir.

A la Exposición de Agricultura viene el rey de Tonga. ¡Un verdadero rey! Por supuesto queremos verlo, al igual que casi todos los habitantes de Neiafu. Digno, rollizo, sentado bajo la carpa, acompañado de su esposa. Las disposiciones de seguridad son agradablemente casi inexistentes, ya que aparentemente todos tienen un gran respeto por él. Oímos interminables discursos de varios representantes en tonganés sin comprender nada. Finalmente su Majestad da también un breve discurso y procede a visitar con interés toda la exposición. Taro, papaya, tomate, limón, pescado, almejas, tortugas. Aprendemos; los tonganeses son autosuficientes. El dinero no es tan importante.

Encontramos un grupo de hombres sentados en el muelle del pueblo Vakataumai, rodeados de taros y plátanos en cestas hechas de árboles de plátano. Esperando que les lleve un pequeño bote al mercado en Neiafu. Nos sentamos con ellos. Y ahí está de nuevo, esta característica tan polinésica: tener tiempo. Y poco a poco nos abren su alma, a nosotros, aquellos extraños con sus costosos barcos de la bahía. Y nos devuelven esta hermosa sensación de bienvenida.

Category: 2016, Tonga Comments: 2 Comments »