coming home

13. July 2016, by

HEIMKOMMEN

Da fährt man auf längst vergessenen Seerouten durch wilde Ozeane, um die halbe Welt, über die Datumsgrenze, vorbei an unbekannten Inseln mit nie gehörten seltsamen Namen – doch unser Ankommen in Tonga ist fast wie Heimkommen. Da liegen doch gleich zwei weiter Yachten mit alt bekannter spanischer Crew in der Bucht; JOSHUA, LOLA. Grosses „hallihallo“ also, tratschen, vino tinto & Paella. Und die einen können sogar wieder mal katalanisch, die anderen kanarisch, und alle zusammen spanisch sprechen. Klar, wir verstehen uns.

Gemeinsam nehmen wir dann am Nationalfeiertag des Königreichs Tonga mit der TUVALU an einer Regatta teil. Diese organisiert der ansässige Yachtclub in der Bucht von Vava’u. Mit unserer dreifachen spanischen Crew haben wir enorm viel Spass! Den Start verpatzen wir zwar auf ganzer Linie, doch dann gelingt uns das eine und andere gute Bojen – Manöver. Wir schuften an den Winschen, schwitzen an den Schoten, verbessern langsam Taktik, Trimm und so den Speed. Langsam kämpfen wir uns so gegen die vielen grossen Yachten aus New Zealand und Australia wieder nach vorne. Abends folgt dem natürlich das obligate Jump up, wo wir uns definitiv bis spät in die Nacht beim Tanzen austoben. Morgens erwache ich träumend von längst vergessenen geglaubten Fireball – Regatten auf dem schönen Schweizer Bodensee…

 

VOLVER

Uno navega surcando los Océanos en rutas olvidadas, alrededor de medio mundo, cruzando la línea de fecha, – pero nuestra llegada a Tonga parece casi como volver a casa. Ya que hay dos yates con tripulación española bien conocidos en la cala: JOSHUA y los tripulantes del LOLA de San Blas de “ocupas” en el catamarán PAJÉ. Gran bienvenida, nos contamos las vidas, hay vino tinto & paella, unos vuelven a hablar el canario, otros el catalán, y todos juntos el español.

Juntos participamos en el día nacional del reinado de Tonga con el TUVALU en una regata. Lo está organizando el club de yates local en la bahía de Vava’u. Con nuestra tripulación triple español lo pasamos estupendo. Cagamos por completo la salida, pero luego conseguimos algunas maniobras estupendas en las boyas. Curramos en los winches, sudamos en las escotas, mejoramos la táctica, el trimado y por lo tanto la velocidad y luchamos hacia delante entre los muchos barcos grandes de Nueva Zelanda y Australia. Por la tarde el evento se clausura con una fiesta en la que gastamos las últimas fuerzas bailando como locos. Por la mañana me despierto soñando con las ya olvidadas regatas de vela ligera en mi juventud en Suiza.

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the rock

26. June 2016, by

THE ROCK
Ein Urgestein, das uns Schutz bietet. Die kleine, bloss 12 Meilen lange Insel Niue liegt genau quer zu den vorherrschenden Winden und Wellen auf unserem Weg nach Tonga. So schaukeln wir nun einigermassen ruhig im Lee an einer Boje des Niue Yacht Club (The biggest little Yacht Club in der World). Unter uns die Fische, vor uns der Fels. Sogar ein eigner Staat (wohl aus aktuellem Anlass als englischer Witz gedacht?), trotz seinen kaum 1200 Einwohnern.

Auch wenn das Land wie im ganzen Pazifik von den Maoris besiedelt ist: Alles scheint hier anders zu sein als zuvor in Französisch Polynesien. Kalkstein, Höhlen, flaches Land. Man spricht englisch, fährt links, zahlt mit NZ Dollars, isst Burgers statt poisson crue. Das Dinghi hievt man per Kran an Land. Und es ist kühl geworden. Wir packen unsere Wollsocken und Federdecken raus. Mit der Sommernachtswende hat hier im Süden ja der Winter begonnen. “When the days start getting longer, the dawns gets colder”. Wir geniessen es!

 

THE ROCK
Una roca nos ofrece protección. La pequeña isla Niue de unas 12 millas de largo está situada perfectamente perpendicular al viento y oleaje predominante, justo en nuestro camino hacia Tonga. Así nos hemos cogido a una boya del Niue Yacht Club (The biggest little Yacht Club in der World). Debajo nuestro los peces, delante la piedra de caliza. A pesar de tener solo unos 1200 habitantes la isla es un estado propio (en un día como hoy mas que nunca parece humor inglés…).

Aunque como casi en todo el Pacífico la isla está habitada por la etnia de los Maorís, todo es muy diferente en comparación de la Polinesia Francesa. Piedra de caliza, tierra plana rocosa, cuevas. Se habla inglés, se conduce a la izquierda, se paga con dólares neozelandeses, se come hamburguesas en vez de poisson crue y el chinchorro lo subimos con una grúa a tierra. Y ha refrescado. Sacamos los edredones y los calcetines de lana de las profundidades del barco. Aquí en el sur con el solsticio ha empezado oficialmente el invierno. “When the days start getting longer, the dawns gets colder” (=cuando los días empiezan a alargarse, la madrugada empieza a ser mas fría). ¡Lo disfrutamos!

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no landing

20. June 2016, by

KEIN ANLANDEN

Seit einer knappen Woche sind wir wieder unterwegs. Es treibt uns westwaerts, schon liegen 700 Seemeilen zwischen uns und Mopelia. Der Pazifik hier ist endlos. Doch der Passatwind, die lange Welle und die Stroemung schieben mit. Unser Ziel ist das von der Welt vergessene PALMERSTONE anzulaufen, eines der kleinen bewohnten Atolle der Cook Islands. Doch ein „Trog“ (= meteorologischer Begriff für ein Phänomen, welches schlechtes Wetter, kraeftige Winddreher und Boeen mit sich bringt) legte sich präzis bei unserem Ankommen über PALMERSTONE. Sein schon bei normalen Bedingungen prekärer Ankerplatz wird so impraktikabel. Bei auflandigem Wind zu nahe am gefährlichen Riff.

Etwas traurig lassen wir die Insel backbords liegen und segeln einfach weiter. Was solls, 400 Meilen vor uns liegt ja schon das nächste Inselchen: NIUE. Wenigstens wurde auch dieses von Cook entdeckt. Dafür werden wir von den Göttern mit einer flachen See, wieder mit Sonne, Thunfisch und einem Morgenbad im tiefblauen Ozean belohnt. Vergiss die Plaene und geniesse den Moment. Hier bestimmt das Meer.

 

SIN LLEGAR

Desde hace casi una semana hemos vuelto a surcar el mar. Derivamos hacia el oeste, ya hay 700 millas entre nosotros y Mopelia. Aquí el Pacifico es interminable. Pero los alisios, el mar de fondo largo y los corrientes nos empujan sin cesar. Destino PALMERSTONE, un atolón perdido y olvidado que pertenece a las Islas Cook. Pero un “Trough” (definición de un fenómeno meteorológico local, que conlleva mal tiempo, cambios de viento y rachas) se sienta llegando justo encima del islote. Así su único y bastante precario fondeo ha quedado impracticable. Con estos vientos ya se han perdido varios barcos en los arrecifes.

Algo tristes dejamos la isla atrás y seguimos navegando. No pasa nada, a unas 400 millas ya se encuentra el siguiente islote: NIUE. Al menos también fue descubierto por Cook. Y los dioses nos premian con mar plana, de nuevo con sol, atún, y un baño matinal en el Océano azul profundo. Olvida tu planificación y disfruta el momento. Aquí manada el mar.

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inside

12. June 2016, by

DRINNEN

Draussen donnern die fünf Meter hohen Brecher mit aller Gewalt aufs Riff. Doch wir sind drinnen. In Mopelia. Ein Atoll, etwa 5 Meilen rund. Die eine Hälfte von einem schmalen, palmenbestückten “Motu” begrenzt, die andere nur durch ein an der Wasseroberfläche liegendes tosendes Riff. War schon unsere letzte Station – Maupiti – am Ende der Welt, was ist dann erst Mopelia? Und doch, selbst hier leben noch ein paar Polynesier. Hio, Marcello, Antonio JR und Senior,.. wenige Familien welche hier “Copra” schlagen (das Weisse der Kokosnüsse) und ansonsten vom fischreichen Meer leben.

Nur alle paar Monate kommt ein kleines Versorgungsschiff vorbei, bringt das Nötigste und lädt die zubereitete Copra. Viel zu selten, klagt Ariane, die in Maupiti lebende Tochter von Marcello. Also verwandelt sich unsere TUVALU in einen kleinen Frachter und wir segeln die 100 Meilen mit fünf Kisten, einer grossen Gasflasche und einem Bündel langer Bambusstangen an die Reling geschnürt nach Mopelia. Der Pass hat’s in sich, gefühlte Zentimeter beidseitig vom Rumpf liegt das messerscharfe Riff. Derweil die Strömung mit Wucht entgegen drängt. “Hay que tener cojones” (=nichts für Weicheier), meint Imma lakonisch.

Ein mal drinnen – ufff! – löschen wir die Last und werden von Marcellos Familie üppig mit Langosten und Fisch versorgt. Wieder diese unglaubliche Gastfreundschaft! Zu aller Überraschung liegen hier auch noch ein paar andere Weltumsegler vor Anker. Wir sind nicht die einzigen, die hier in der Abgeschiedenheit des unendlichen Pazifiks Einsamkeit und Schutz gesucht haben. Denn schon bald dreht der Wind auf Sturmstärke, pfeift mit 45 Knoten in der Reeling. Doch wir liegen im ruhigen Wasser hinter dem Motu, während draussen die See kocht.

Ps. Unsere Kommunikation zur Welt läuft hier nur noch über Kurzwelle. Dass wir Dank unserem “Pactor” – Modem darüber sogar Texte – aber leider keine Fotos diese unglaublichen Ortes – auf unseren Blog laden können, ist ja schon ein Wunder! Doch Ihr könnt das Atoll in Google Earth suchen: Maupihaa 16 49,08W 153 56,43S. Ganz nahe ranzoomen, dann seht ihr uns vielleicht sogar! 

>>> Doch nun, ein paar Wochen später,  gibt es sogar noch die Fotos!!!

 

DENTRO

Fuera las olas de cinco metros golpean con toda la fuerza sobre el arrecife. Pero estamos dentro. En Mopelia. Un atolón redondo, unas 5 millas de diámetro. Por una mitad definido por un “motu” con palmeras, por la otra solamente por un arrecife de corales a nivel del mar. Si ya nuestra ultima parada – Maupiti – parecía el final del mundo, qu s Mopelia? Increíble pero real, el atolón esta habitado. Hio, Marcello, Atonio hijo y padre,… unos pocos familias polinesias viven aquí trabajando en la copra (el blanco de los cocos) y comiendo el pescado abundante que ofrece el mar.

Pocas veces al año llega un barco de abastimiento, llevando algunas cosas imprescindibles y llevándose la copra hecha. Demasiado escasas veces – se queja Ariane – la hija de Marcello que vive en Maupiti. Pues, sin dudar mucho convertimos el TUVALU en un pequeño carguero y navegamos las cien millas hacia Mopelia con cinco grandes cajas de comida y cosas de hogar, una botella de gas butano grande y un ramo de palos de bambú atado al guardamancebo. El pase de entrada es tremendo, parece que hay solamente pocos centímetros entre ambos lados de nuestro casco y los arrecife afilados. Al mismo tiempo las corrientes empujan con fuerza hacia fuera. Hay que tener cojones, comenta Imma lacónica.

Una vez dentro – ufff! – descargamos la mercancía a la familia de Marcello y ellos de su parte no suministran langostas y pescado riquísimo. Que decir de la amabilidad de esta gente! Sorprendentemente observamos que hay algunos otros veleros transmundistas. No somos los únicos que buscamos soledad y refugio en la inmensidad de este océano. Ya que de pronto el viento sube a fuerza temporal y hace silbar nuestra jarcia con 45 nudos. Pero estamos fondeados sin mucha ola dentro de la laguna mientras fuera el mar hierbe.

 

P.D. Aquí nuestra comunicación con el mundo se reduce a la radio de onda corta. Parece no obstante un milagro que aun as gracias a nuestro modem “Pactor” podemos colgar texto a nuestro blog, aunque por desgracia ninguna foto de este lugar tan extraordinario. Pero podéis buscar el lugar en Google Earth: Maupihaa o Mopelia, 16 49,08W 153 56,43S. Hacer zoom al máximo, quizás podéis vernos!

>>> Pero ahora, unos semanas mas tarde, podemos incluir los imágenes!

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hang out

1. June 2016, by

HANG OUT

Es gibt sie immer noch. Diese von der Welt vergessenen, abgenabelten Orte. Es ist hier, wo es uns meist am besten gefällt. Maupiti, am westlichen Ende Französisch Polynesiens. Traumhaft schön, eine felsige Insel umrundet von einem Korallenriff. Die Einfahrt durch das Riff ist schmal, und von atemberaubenden Brechern begleitet. Puff, wir sind froh als wir drin sind! Sonntags gehen wir in die Kirche, zum Dank oder weil sie hier so schön singen. Anschließend werden wir gleich noch zum gemeinsamen Musizieren eingeladen. Die polynesische Gastfreundschaft und Freundlichkeit in Reinkultur. Wir umfahren die Insel mit dem Velo und spazieren an einsamen Stränden. Ich steige hoch hinauf auf den Gipfel, und tauchen hinab mit den Rochen. Hang out, relax. Leben.

DESCONECTAR

Aun existe. Estos lugares olvidados, desconectados del mundo. Lugares como estos son los que mas nos gustan. Maupiti, de una belleza tremenda, una isla rocosa rodeada de un arrecife de corales. La entrada estrecha, acompañado de olas que se rompen. Uf, contentos estamos de estar dentro… El domingo vamos a la iglesia – para dar las gracias o bien porque aquí cantan de maravilla. Después nos invitan a una fiesta particular, cantando juntos. La calidez y amabilidad al puro estilo polinésico. Damos la vuelta a la isla en bici y caminamos en playas paradisíacas y desiertas. Subo al pico de la montaña y nos sumergimos al mar con las mantas. Desconectarse, relajarse. Paz. Vivir.

 

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