{"id":17454,"date":"2018-10-29T22:26:48","date_gmt":"2018-10-29T20:26:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/in-der-unendlichkeit-der-see\/"},"modified":"2018-10-29T22:26:48","modified_gmt":"2018-10-29T20:26:48","slug":"in-der-unendlichkeit-der-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/de\/in-der-unendlichkeit-der-see\/","title":{"rendered":"In der Unendlichkeit der See"},"content":{"rendered":"

Ein leichtes Kribbeln im Bauch. Haben wir an alles gedacht? Alles durchgecheckt? Werden wir von technischen Problemen und Seekrankheit verschont? Wird das Wetter wie versprochen? Keine St\u00fcrme – und vor allem keine Gewitter? Der Wind und die Welle nicht auf die Nase? Nat\u00fcrlich, auch nach Jahren auf See und zehntausenden von Meilen unter dem Kiel sind wir immer noch nerv\u00f6s vor dem Auslaufen. Lampenfieber, wie abgestandene Operns\u00e4nger. So muss es sein, und ist mir gar nicht unlieb.<\/p>\n

Dann unterwegs. Der erste Tag, die erste Nacht, immer etwas schwierig. Doch bald schon stellt sich die wohlvertraute Routine ein. Rund um uns die Unendlichkeit der See. Wir in unserer kleinen, kontrollierten Welt. H\u00f6ren auf Kurzwelle die Wetterberichte von Gulf Harbor Radio<\/em>. Kochen mittags k\u00f6stlich, wenn der Seegang es erlaubt. Lesen, schauen Filme. Schlafen zu Unzeiten und verschoben.<\/p>\n

Die ersten zwei, drei Tage fahren wir in einem trough<\/em>, also viel Regen und viel Wind. Doch von hinten, also sch\u00f6nes, schnelles downwindsegeln mit unserer Passatwindbeseglung. Dann flaut es ab und die Sonne bricht durch die Wolken. Relax, Windstille, wir trocknen uns wieder. Leise brummt der Motor, die Yacht balanciert sanft \u00fcber die langen Wellen. Doch schon s\u00e4uselt der Wind wieder, dieses mal mehr von der Seite. Und am Schluss dann kr\u00e4ftig von vorn, bei 30 Knoten zeigt die TUVALU was sie kann auf der Kreuz. Doch Horizont zeichnen sich schon die Wolkenkratzer von Southport<\/em>ab. Durch die schmale Einfahrt zwischen der Sandbank hindurch und schon liegen wir vert\u00e4ut am Einklarierungssteg.<\/p>\n

Wow. Geschafft! Klar sind wir m\u00fcde, doch wir sind in Australien! Wir f\u00fchlen Leichtigkeit. Erleichterung, die unn\u00f6tigen Sorgen sind weg. Erwartung, was wir hier antreffen werden. Und ja, tief in uns Stolz. Ein weiterer Ozean liegt hinter uns.<\/p>\n