{"id":17350,"date":"2016-06-12T04:36:00","date_gmt":"2016-06-12T04:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/inside\/"},"modified":"2016-06-12T04:36:00","modified_gmt":"2016-06-12T04:36:00","slug":"inside","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/de\/inside\/","title":{"rendered":"inside"},"content":{"rendered":"
Draussen donnern die f\u00fcnf Meter hohen Brecher mit aller Gewalt aufs Riff. Doch wir sind drinnen. In Mopelia. Ein Atoll, etwa 5 Meilen rund. Die eine H\u00e4lfte von einem schmalen, palmenbest\u00fcckten \u201cMotu\u201d begrenzt, die andere nur durch ein an der Wasseroberfl\u00e4che liegendes tosendes Riff. War schon unsere letzte Station \u2013 Maupiti<\/em> \u2013 am Ende der Welt, was ist dann erst Mopelia<\/em>? Und doch, selbst hier leben noch ein paar Polynesier. Hio, Marcello, Antonio JR<\/em> und Senior<\/em>,.. wenige Familien welche hier \u201cCopra<\/em>\u201d schlagen (das Weisse der Kokosn\u00fcsse) und ansonsten vom fischreichen Meer leben.<\/p>\n Nur alle paar Monate kommt ein kleines Versorgungsschiff vorbei, bringt das N\u00f6tigste und l\u00e4dt die zubereitete Copra. Viel zu selten<\/em>, klagt Ariane<\/em>, die in Maupiti lebende Tochter von Marcello<\/em>. Also verwandelt sich unsere TUVALU in einen kleinen Frachter und wir segeln die 100 Meilen mit f\u00fcnf Kisten, einer grossen Gasflasche und einem B\u00fcndel langer Bambusstangen an die Reling geschn\u00fcrt nach Mopelia<\/em>. Der Pass hat\u2019s in sich, gef\u00fchlte Zentimeter beidseitig vom Rumpf liegt das messerscharfe Riff. Derweil die Str\u00f6mung mit Wucht entgegen dr\u00e4ngt. \u201cHay que tener cojones<\/em>\u201d (=nichts f\u00fcr Weicheier), meint Imma lakonisch.<\/p>\n Ein mal drinnen \u2013 ufff! \u2013 l\u00f6schen wir die Last und werden von Marcellos Familie \u00fcppig mit Langosten und Fisch versorgt. Wieder diese unglaubliche Gastfreundschaft! Zu aller \u00dcberraschung liegen hier auch noch ein paar andere Weltumsegler vor Anker. Wir sind nicht die einzigen, die hier in der Abgeschiedenheit des unendlichen Pazifiks Einsamkeit und Schutz gesucht haben. Denn schon bald dreht der Wind auf Sturmst\u00e4rke, pfeift mit 45 Knoten in der Reeling. Doch wir liegen im ruhigen Wasser hinter dem Motu, w\u00e4hrend draussen die See kocht.<\/p>\n Ps. Unsere Kommunikation zur Welt l\u00e4uft hier nur noch \u00fcber Kurzwelle. Dass wir Dank unserem \u201cPactor\u201d \u2013 Modem dar\u00fcber sogar Texte \u2013 aber leider keine Fotos diese unglaublichen Ortes \u2013 auf unseren Blog laden k\u00f6nnen, ist ja schon ein Wunder! Doch Ihr k\u00f6nnt das Atoll in Google Earth suchen: Maupihaa 16 49,08W 153 56,43S. Ganz nahe ranzoomen, dann seht ihr uns vielleicht sogar!\u00a0<\/em><\/p>\n <\/p>\n\n\t\t