{"id":17302,"date":"2015-04-24T04:28:00","date_gmt":"2015-04-24T04:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/nothing\/"},"modified":"2015-04-24T04:28:00","modified_gmt":"2015-04-24T04:28:00","slug":"nothing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/de\/nothing\/","title":{"rendered":"nothing"},"content":{"rendered":"
DER PAZIFIK – EIN MEER, SO WEIT, DASS DER MENSCHLICHE GEIST ES KAUM FASSEN MAG.<\/em><\/p>\n Die Crew schuftet hart in der schweren See. Genua runter, Fock setzen. Schweisstreibend an der Winsch kurbeln. In der Gischt auf dem Vorschiff den losen Spibaum festzurren. Breitbeinig am Ruder, die Sturmb\u00f6en peitschen ins Gesicht. Was f\u00fcr ein Albtraum.<\/p>\n Aber zum Gl\u00fcck wache ich ausgeruht im meiner Koje auf. Ich g\u00e4hne, strecke den R\u00fccken durch und achte verschlafen auf die leisen, gurgelnden Ger\u00e4usche. TUVALU gleitet ruhig dahin, wie seit Tagen. Die Sonne scheint liebevoll durchs Fenster. Ein kurzer Blick nach draussen zeigt: Es ist wie immer. 15-20 Knoten Wind aus SE, Welle 2 Meter. Ich bleibe noch etwas liegen.<\/p>\n Auch heute nehmen wir uns wieder ganz fest vor das zweite Reff aus dem Gross zu sch\u00fctten. Dies sollte einen halben Knoten mehr Speed geben. Das wollten wir schon gestern. Und vorgestern. Imma steckt den Kopf aus der T\u00fcre: „\u00bfCuanto falta?“ – „Etwa 900 Seemeilen“ sage ich ohne einen Blick auf den GPS zu werfen. In einer Woche oder so kommen wir an. Was soll’s.<\/p>\n Seit etwa zwei Wochen sind wir unterwegs auf dem Stillen Ozean. Dieselbe Segelstellung, dieselbe Einstellung des Windpiloten, dieselbe Wetterprognose (warum \u00fcberhaupt laden wir noch die Wetterdaten runter?). Dieselbe lange Pazifikwelle zieht unter uns durch. Tagelang passiert einfach NICHTS. Das Sch\u00f6nste am Ozeansegeln ist genau dieses Gef\u00fchl. Was unweigerlich dazu verf\u00fchrt noch weniger zu tun.<\/p>\n Und doch bewegt sich unglaublich viel. In unseren K\u00f6pfen verabschieden wir uns von vier Jahren Segeln in den spanisch gepr\u00e4gten Kulturen der Karibik. Seit sich die letzten Tore der Schleusen des Panamakanals geschlossen haben driften wir langsam in eine neue Welt. Polynesische V\u00f6lker, franz\u00f6sische Kolonien, brandungsumkr\u00f6nte Atolle. Segeln, diese anachronistisch langsame Kunst des Reisens, erm\u00f6glicht uns das Verbleiben im zwischwen hier und dort. Im weder gestern noch morgen. Was z\u00e4hlt ist nur das JETZT. Die Seele dankt.<\/p>\n <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" DER PAZIFIK – EIN MEER, SO WEIT, DASS DER MENSCHLICHE GEIST ES KAUM FASSEN MAG. Die Crew schuftet hart in der schweren See. Genua runter, Fock setzen. Schweisstreibend an der Winsch kurbeln. In der Gischt …<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[391,215],"tags":[],"class_list":["post-17302","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pacific-crossing-3","category-pacific-crossing"],"yoast_head":"\r\n