{"id":17110,"date":"2012-01-26T02:24:34","date_gmt":"2012-01-26T02:24:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/santos\/"},"modified":"2012-01-26T02:24:34","modified_gmt":"2012-01-26T02:24:34","slug":"santos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/de\/santos\/","title":{"rendered":"Santos"},"content":{"rendered":"

Wie allseits bekannt landete unser katalanische Kolega am Sonntag 3. November 1493 (anl\u00e4sslich seiner zweiten Atlantikreise) in Domenica. Statt Gold entdeckte old Christopher aber nur langweiligen Wald und irgendwelche komischen Indianer. Dabei wurde ihm wohl definitiv klar, dass das mit Indien nicht so recht geklappt hatte. So lichtete er 24 Stunden sp\u00e4ter frustriert die Anker und segelte hoffnungsvoll nach Norden. Die n\u00e4chste Insel gefiel ihm zun\u00e4chst schon viel besser. Doch nach dem Anlanden fl\u00fcchteten alle Eingeborenen beim Anblick der seltsam b\u00e4rtigen M\u00e4nnern in den Wald. Nach einer kurzen Inspektion war somit R\u00fcckzug angesagt, denn pl\u00f6tzlich wurden acht Mann vermisst. Dass man in den H\u00e4usern menschliche Skelette und Sch\u00e4del fand vermieste die Stimmung gewaltig. Neunmalklug wie viele seiner sp\u00e4teren Nachahmer verwendete er sodann zur Befriedung eine doppelte Strategie. Er feuerte einige Kanonensch\u00fcsse ab und stellte die Insel unter den Schutz einer Heiligen; die \u201eSanta Maria de Guadeloupe de Extermadura\u201c.<\/p>\n

F\u00fcr uns als bescheidene Nachahmer ist das Anlanden auf den nun befriedeten Inseln problemlos. Kanonen haben wir eh nicht dabei \u2013 und die Crew ist auch nach mehreren Landg\u00e4ngen komplett. In \u00celles de Saintes (die Insel der Heiligen), eine wundersch\u00f6ne kleine Inselgruppe vor der S\u00fcdk\u00fcste Guadeloupes, verbringen wir mehrere paradiesische Tage. Am besten gef\u00e4llt uns der Ankerplatz vor der \u00celet a Cabrit. Wie es sein muss bewohnt von einem einzigen \u201eEingeborenen im Wald\u201c \u2013 ein sympathischen T\u00f6pfer der hier ohne Strom lebt und arbeitet. Wir geniessen wir die Abgeschiedenheit (auch da er Vegetarier ist). Imma formt nebenbei in seinem Atelier neues Geschirr f\u00fcr die Tuvalu. W\u00fcnschen wir etwas mehr Leben fahren wir einfach kurz r\u00fcber in die Anse de Bourg. Dort kaufen wir ein, surfen im Internet, besuchen das Fort Napoleon und sehen sogar live wie Real Madrid schon wieder gegen Bar\u00e7a verliert.<\/p>\n

Entlang der Ostk\u00fcste Guadeloupes geht\u2019s dann weiter bis nach Deshaies. Eine bestens gesch\u00fctzte Bucht, ein schmuckes kleines Dorf mit zwei, drei Restaurants, und sogar ein botanischer Garten mit allem drum und dran.<\/p>\n

Am Horizont sichten wir schon die n\u00e4chste Heilige: die Insel Montserrat. Barcelona sei gegr\u00fcsst. Bei meinem ersten Trip hier in der Region (1993) sprach Skipper Heinz von Voodoo auf der Insel. Sicher sind sie auch Menschenfresser. So segeln wir lieber weiter nach Antigua. Man weiss ja nie.<\/p>\n

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