{"id":17028,"date":"2011-09-04T18:33:34","date_gmt":"2011-09-04T18:33:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/black\/"},"modified":"2011-09-04T18:33:34","modified_gmt":"2011-09-04T18:33:34","slug":"black","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuvalubarcelona.es\/de\/black\/","title":{"rendered":"black"},"content":{"rendered":"
Unsere ersten Wochen zeichnen sich ja nicht gerade durch einen hohen Schnitt von gesegelten Meilen aus. Ist auch gar nicht die Idee \u2013 wir wollen ja unser Schiffchen testen und haben bis Ende November alle Zeit um nach Gran Canaria zu gelangen. So verbringen wir die Zeit mit unserem geliebten Buchtenh\u00fcpfen entlang der Nordwestk\u00fcste Ibizas. Wundersch\u00f6n, denn diese haben wir bis anhin kaum gekannt.<\/p>\n
Pl\u00f6tzlich zuckt Imma erschreckt zur\u00fcck, denn ihr kommen zwei pechschwarze Gestalten entgegen. Auf einer Weltumseglung w\u00e4re dies an sich ja nichts besonderes, aber eben befanden wir uns doch noch auf einem lauschigen Sandpfad, ums\u00e4umt von gr\u00fcnen B\u00fcschen. Es er\u00f6ffnet sich eine \u00f6de, grauschwarze Mondlandschaft. Vegetationslos. Natur scheint hier nicht stattzufinden. Uns w\u00fcrde nicht \u00fcberraschen, wenn hinter der n\u00e4chsten Ecke noch die leicht angerostete Apollo 11 stehen w\u00fcrde und ein Astronaut daher gehoppelt k\u00e4me.<\/p>\n
Navigation im Zeitalter des GPS ist doch kinderleicht \u2013 und jetzt das. Haben wir uns so vertan und sind auf dem Mond, Mars oder der Venus gelandet? Eine weitere undefinierte Gestalt entsteigt einem suppentopf\u00e4hnlichen Loch in der schwarzen \u00d6de. Sollen wir Ihr allenfalls ein friedenvermittelndes Gastgeschenk \u00fcberreichen (wie wir es in den duzenden von Segelb\u00fcchern immer wieder gelesen haben)? Wir sind ja noch unerfahren in solchen Dingen.<\/p>\n
Doch gl\u00fccklicherweise entpuppt sich die Gestalt als Spanier, und Crewmitglied unserer Nachbarsyacht. Bloss von einer stinkenden schwarzen Masse \u00fcberzogen. Denn wir befinden uns in Espalmador (Formentera) und hier scheint es Tradition zu sein dass man sich in die hinter dem traumhaft sch\u00f6nen Karibikstrand gelegene Schlammlagune st\u00fcrzt. So pilgern t\u00e4glich duzende von Segler ins selbe Loch. Der Schlamm sei gut f\u00fcr Haut, Rheuma, Knochen. Wir haben so unsere Zweifel. Monatelang baden alle im selben Schlamm \u2013 Suppentopf? Wasser ablassen und neu auff\u00fcllen w\u00e4re auch hier wohl mal ganz angebracht. Es stinkt ja auch schon ganz f\u00fcrchterlich. So bleiben wir lieber weiss.<\/p>\n