#0 draussen im nichts

2020-05-01T08:12:34+00:00 29 April, 2020|# in the middle of nowhere, 2020, Cornudella del Montsant, España, Langkawi, Malaysia|

Dialoge mit Weltumsegler in Quarantäne

Dank der Globalisierung wurden auch Weltumseglungen viel einfacher. Heute haben wir stets aktualisierte elektronische Seekarten an Bord, nutzen parallel dazu Google Earth, downloaden von Supercomputern erstellte exzellente Seewettervoraussagen, kaufen in allen Ländern SIM Karten für unsere Mobiles und haben so meist problemlos Internet, nutzen Satellitentelefone und / oder Kurzwellenradios, kriegen am ATM cash in lokaler Währung, lassen uns mit DHL Ersatzteile innert Kürze quer durch die Welt schicken oder fliegen manchmal auch kurz nach Hause.

Trotzdem müssen alle Yachten eine Nationalflagge fahren, manche sind auch mächtig stolz darauf – zumindest aus rein rechtlicher Sicht fahren wir ja ein Stück Heimat um die Welt. Und doch sind wir Weltumsegler expats par excellence – wir sind überall und nirgends zu Hause.

Das Corona Virus hat auch die kleine Familie der Weltumsegler hart getroffen. An abgelegenen Orten in der Unendlichkeit der Ozeane, in traumhaft schönen Buchten festgehangen, können sie oft weder einklarieren noch weiter zu umliegenden Ländern und Inseln segeln, da diese die Grenzen auch dicht gemacht haben. Andere liegen in Marinas unter Quarantäne und niemand darf weder rein noch raus, auch an ein Heimfliegen ist nicht zu denken. Wieder andere – wie wir von TUVALU – sind gerade auf Heimaturlaub, die Yacht steht an einem, die Crew am anderen Ende der Welt und an die Rückkehr ist nur schon mangels internationaler Flüge bis auf weiteres nicht zu denken.

Um zu verstehen, wie es den Weltumseglern geht, starten wir eine Mini – Serie von Blogs, welche wir # draußen im nichts – Dialog mit Weltumsegler in Quarantäne nennen. Wir haben befreundete Weltumsegler aus Spanien, Schweden, Frankreich, Belgien, Mexiko und der Schweiz eingeladen, uns von Ihrer Situation zu berichten. Alle sitzen sie irgendwo unverhofft im Pazifik oder dem Indischen Ozean auf ihren Yachten fest, und keiner weiss wie es weiter geht.

Unsere Blogs publizieren wir wie immer auf Spanisch und Deutsch auf www.tuvalubarcelona.es. Ausnahmsweise publizieren wir zudem eine englische Version auf Facebook. Innert kürze beginnen mit der THOR, einem katalanischen Einhandsegler im Roten Meer.

One Comment

  1. URBANO Donnerstag, der 30. April 2020 um 07:28 Uhr - Antworten

    Estoy a la espera que comiencen las entrevistas. En estos momentos todos tenemos algún lío más o menos parecido

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