‘Tuamotus’ - Category

autarchic

24. October 2015, by

AUTARK

Lebt man auf einem Atoll in den Tuamotus so hat man sich auf ein autarkes Leben einzustellen. Die Einsamkeit, das Singuläre, die Abgeschiedenheit von der Zivilisation verstärkt das Gefühl Teil dieses noch so unberührten Naturschauspiels zu sein.

Manche Atolle wie Tahanea sind völlig menschenleer, oder werden nur zeitweilig bewohnt. Wenn Kokosnüsse zu pflücken sind oder wenn der richtige Zeitpunkt zum Fischen ist. Wieder andere haben kleine Dörfer, wie Ngarumaoa (Raroia) oder Teravero (Kauehi). Doch auch diese sind nur temporär gedacht: der nächste Zyklon kommt mit Sicherheit. Man baut einen Leichtbau aus Holz, und wenn das Haus weggefegt wird baut man es irgendwo wieder neu auf. Flüchtig, auf Zeit, mal da – mal dort. Vielleicht trägt dies zur Leichtigkeit des Seins der Polynesiern bei. Man lebt den Moment.

In Fakrava liegen wir in einer Traumwelt von kleinen Inselchen am Südpass. Unser Kiel schwimmt wenige Zentimeter über dem Sandboden im türkisgrünen Wasser. Als wir die Bewohner des Inselchen Hirifa am Riff besuchen, hat sich Jacob gerade schwer mit der Machete in die Hand geschlagen. Blut tropft in den goldenen Sand. Trotz unserer umfangreichen Bordapotheke ist bei diesem schweren Umfall unser medizinisches Wissen zu gering um helfen zu können. So fährt Jacob mit seinem Boot drei Stunden quer durch die Lagune zum einzigen Dorf des Atolls, um sich dort von der Krankenschwester die Wunde nähen lassen.

In Toau liegen wir im Pass an einer Boje, welche die liebenswürdigen Bewohner der Insel nebenan, Gaston und Valentine ausgebracht haben. Sie betreiben ein kleines Restaurant, in welchem sie ankommende Segler bewirten. Strom wird vielerorts heute mit Solarpanels produziert. Doch sie nutzten noch einen Generator. Doch leider ist ihr Diesel alle. Nach kurzem Verhandeln tauschen wir ein Abendessen, eine Handvoll schwarze Perlen gegen zwei Kanister Diesel. „Geld? Können wir eh nicht gebrauchen“, meint Valentine, „oder hast Du hier irgendwo einen Supermarkt gesehen?“

In den Tuamotus erfolgt das Leben weitgehend autark. Man ist auf sich selbst und seine eigenen Mittel und Fähigkeiten angewiesen. Das Essen, die Elektrizität, die Reparaturen, die Medizin, die Unterhaltung,… Die Atolle sind wie Segelyachten. Bloss schwimmen sie nicht.

 

AUTÁRQUICO

Viviendo en los atolones de los Tuamotus tienes que adaptarte a una vida autárquica. La soledad, la singularidad, la lejanía de la civilización refuerza la sensación de formar parte de aquel espectáculo de la naturaleza.

Algunos atolones como Tahanea están completamente deshabitados. O bien lo ocupan temporalmente, cuando recogen cocos o bien si es el momento adecuado para pescar. Otros tienen pequeños pueblos, como Ngarumaoa (Raroia) o Teravero (Kauehi). Pero también estos lugares se entiende muy al fondo como un asentimiento temporal. El siguiente ciclón llega con seguridad. Son mayoritariamente construcciones ligeras de madera. Son baratas, una casa por unos 10’000€. Si los vientos lo destruyen lo rehacen en algún otro lugar. Fugaz, efímero, por aquí – por ahí. Quizás justo la amenaza permanente proporciona su actitud tan despreocupada. Hay que vivir el momento.

En Fakarava fondeamos en un mundo de ensueño de islas pequeñas en el pase sur. Nuestra quilla flota pocos centímetros encima del suelo de arena en el agua turquesa. Cunado visitamos los habitantes del islote Hirifa en el arrecife, Jacob justo se ha herido su mano de forma grave con el machete. Sangre gotea a la arena de oro. A pesar de tener un botequín muy completo a bordo no podemos ayudar mucho – nos faltan conocimientos de cirujano. Así pues, Jacob no tiene mas remedio que navegar con su lancha las tres horas al otro lado de la laguna al único pueblo del atolón, donde hay una enfermería.

En Toau estamos en una boya que colocaron los simpáticos Gastón y Valentine. A parte de ser pescadores, en su chiringuito ofrecen cenas a los navegantes. En muchos lugares remotas en la Polinesia producen la energía eléctrica ya con paneles solares. Ellos aun los hacen con un generador de diesel, pero se quedaron sin gasolina. Enseguida llegamos a un truqueo. La cena y unas cuantas perlas negras por dos bidones de gasolina. “Dinero? No nos hace falta” – comenta Valentina – “o a penas has visto un supermercado por aquí?”

En los Tuamotus la vida es muy autárquica. Dependes de ti mismo , de tus propios medios y habilidades. La comida, la energía, las reparaciones, la salud, la diversión,… Atolones son como veleros. Solamente no flotan.

 

 

 

 

 

 

 

 

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black pearls

16. October 2015, by

BLACK PERLS

Oft haben wir uns gefragt: Ja, und von was leben sie denn? Hier in den Tuamotus? Das Leben scheint hier absolut stressfrei zu sein. Südsee. Die Sonne scheint immer, das Meer ist türkis, die Palmen schaukeln im Wind. Hat man Hunger geht man fischen, der Durst stillt man mit Kokosnussmilch. Alle haben stets Zeit für einen Schwatz.

Und es kommt noch fetter. Die Polynesier haben einfache, aber anständig gebaute Häuser, Flachbildschirm – TV’s, Smartphones und viele fahren neue grosse 4×4 Toyota Pickups. Wirklich hart arbeiten sieht man selten jemand. Haben wir im Westen einfach ein Leben lang etwas falsch gemacht?

Inwieweit Frankreich aus geostrategischen Gründen sein polynesisches Völklein mit Subventionen bei Stange – oder besser gesagt als Bewohner auf den Inseln – hält, ist uns auch nach Monaten noch nicht wirklich schlüssig geworden. Doch zumindest zwei Einkommenszweige gibt es.

Zuerst wäre da die Copra – Produktion. Allerorts werden die Kokosnüsse gesammelt, aufgeschlagen und das Weisse getrocknet. Von Zeit zu Zeit kommt dann ein Frachtschiff und transportiert das Ganze ab. 140FP erhält der Produzent pro Kilo, also etwa 1.20€. Uns scheint das doch ein ganz anständiger Preis – der wohl kräftig von Frankreich subventioniert wird. Denn warum haben sonst die Kunas auf San Blas dieses Business praktisch eingestellt, nachdem der Weltmarktpreis für Copra in den Keller gesaust ist?

Doch dann haben sie hier in den Tuamotus noch eine weitere Industrie. Die Perlenproduktion. Grau-Schwarz glänzen sie wenn sie die Chinesin mit einer langen Pinzette aus der Muschel zieht. Als wir uns das erste mal durch eine mit farbigen Bojen gespickt Lagune zirkelten, haben wir realisiert dass man heute nicht mehr intuitive nach der grossen schwarzen Perle taucht. Das Ganze geht schon fast industrielle zu und her. Gigi in Raroia erklärt uns alles in ihrer Perlenfarm. Den einjährigen Muscheln werden runde Plastikkügelchen als Fremdkörper eingepflanzt. Dann hängen sie die Taucher wieder an langen Seilen an Bojen in die Lagune, wo sie nach einem weiteren Jahr das Ganze zu einer edlen schwarzen Perle verwandelt haben.

Die einen verwandeln Wasser zu Wein, andere Plastik zu Perlen. Genial sind wohl beide. Selbst habe ich bis anhin bloss Nierensteine produziert.

 

PERLAS NEGRAS

Amenudeo nos preguntamos ¿y de que viven, aquí en los Tuamotus? La vida aparentemente esta sin estrés. Mar de sur. El sol brilla cada día, el mar turquesa, las palmeras balancean en el viento. Si tienes hambre pescas, si hay sed rompes un coco. Y todo el mundo siempre tiene tiempo para conversar.

Aun mas: Las casas de los polinesios son sencillas, pero bien hechas. Tienen televisiones grandes de LCD, iPhones y muchos conducen uno de estos nuevos grandes 4×4 de Toyota. Pero, trabajando duro apenas se ve a alguien. ¿Qué hemos hecho mal en occidente con nuestra idea de vida?

En que grado Francia por razones geopolíticos mantiene con subsidios la población en estos islotes perdidos no lo averiguamos de forma concluyente. Pero al menos dos maneras de ingresos existen.

Por un lado está la producción de copra. En todos los lugares se recogen los cocos, luego lo rompen y secan la fibra blanca al aire libre. De vez en cuando se acerca un barco de abastecimiento y se lleva la producción. 140FP pagan por kilo, unos 1,20€. Nos parece un precio bastante aceptable – interpretamos que está subvencionado por Francia. Ya que en San Blas (Colombia) han dejado casi por completo este negocio, después de que el precio del mercado mundial ha caído en picado.

Pero luego hay otra industria importante en los Tuamotus. La producción de perlas. Brillan misteriosamente de color antracita cuando la china la saca con una pinza larga de la concha. Cuando por primera vez atravesamos una laguna repleta de boyas de diversos colores comprendimos que ya no se bucea mas de forma artesanal por la perla oculta. Ya es un negocio industrial. Gigi en Raroia nos lo explica todo en su granja de perlas. A las conchas de un año de edad se implante una bolita de plástico. Luego buceadores devuelven las conchas a la laguna, colgándolas en el agua con cabos largos sostenidos por boyas. Un año mas tarde la concha ha convertido el objeto introducido en una perla noble.

Unos convierten agua en vino. Otros plástico en perlas valiosas. Genial, ambos. Yo mismo solamente he conseguido unas miserables piedras en los riñones.

 

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slow down

12. September 2015, by

SLOW DOWN

Schon die Namen der Atolle verbreiten nichts als Erotik. Tahanea, Rarioa, Toau, Kauhei. Der unbefleckte Garten Edens, des Seglers Paradies. (an Leser K-G.R.: Ja, hier werden Träume war!)

Doch Segeln in den Tuamotus ist anders.

Es beginnt beim Ankern. Der Grund ist gespickt mit Korallen. Die meterhohen wunderschönen Unterwasser – Skulpturen werden umtummelt von Fischen in allen Farben. Ab und zu zeigt sich auch ein eleganter, kleiner Schwarzpunkthai. Ein Traum zum Schnorcheln, ein Albtraum zum Ankern. So wickelt sich die Kette mit Sicherheit um die Korallenköpfe. Hat man Pech kriegt man den Anker kaum mehr rauf (die Tuamotus, ein Anker – Friedhof). Deshalb verwenden wir nun eine andere Technik. Alle 10 Meter befestigen wir eine kleine Boje an die Ankerkette, welche diese elegant über den Korallen schwimmen lässt. So bleibt die Flora der Atolle intakt und wir kriegen den Anker meist problemlos wieder frei.

Die lange Brandung des Pazifiks bricht sich an den Ringatollen, welche so im Innern wunderbar ruhige Ankerplätze vor paradiesisch schönen Palmeninseln offerieren. Gerne fahren wir auch mal durch die Lagune auf die gegenüberliegende Seite. Sei es, weil in den doch mehrere Meilen grossen Atollen nach einem Winddreher die Leeseite des Riffs die ruhigen Ankerplätze offerieren, oder weil es dort speziell schöne Tauchplätze gibt. Die Lagunen sind jedoch mit patatas durchsetzt, bis an die Oberfläche gelangende grosse Korallenköpfe. Diese sind nur spärlich in den Seekarten verzeichnet. So fahren wir stets mit Ausguck durch die Lagunen. Einer von uns steht im Bug oder wie zu Kolumbus Zeiten oben im Mast, und dirigiert so den Kurs des Bootes. Mit der Sonne von oben oder von hinten sieht man alle Hindernisse gestochen scharf. Immer schön im tiefblauen Wasser bleiben! Eyeball – Navigation, besser als alle moderne Elektronik. Bei schlechtem Wetter, Gegenlicht oder gar Nachts wirds sehr gefährlich. Also fahren wir bloss wenn die Sonne dort steht wo sie sein soll.

Die Riffeinfahrten sind besonders kniffelig. Dann sind unsere Nerven auf Hochspannung. Dazu brauchen wir slack time, das Stillwasser (wenn die Tide von Flut zu Ebbe kippt, oder umgekehrt). Nur dann hat es keine Strömung. Verpasst man die richtigen Zeitpunkt hat man schnelle mal 8 Knoten Strömung. Bei Ebbe hinaus, bei Flut hinein. Dazu gesellen sich oft hohe stehende Strömungswellen. Etwa alle 6 ¼ Stunden ist slack time, also geht’s nur dann rein und wieder raus. Je nachdem wie der Mond gerade steht, ist dies manchmal bloss ein mal mit gutem Tageslicht. Und Nachts durch die engen, mit scharfen Korallenbänken begrenzten Einfahrten hinein- oder hinauszufahren mögen wir nicht.

Fahren wir von Atoll zu Atoll, wird der Zeitplan also arg begrenzt. Wir können nur zu bestimmten Zeiten raus, und zu anderen Zeiten wieder rein. Gewisse Atolle haben gar keine Riffpassagen, stehen also für uns sinnlos bloss im Wege. Oft fahren wir so notgedrungen Nachts durch die mit Atollen gespickte Seegegend. Cook nannte sie die „gefährlichen“, Darwin die „niedrigen“ Inseln. Oft ist es uns schon unwohl, wenn wir so halb blind in der Dunkelheit zwischen zwei nur wenige Meilen entfernten, unsichtbaren Atolle hindurchsegeln. Der GPS macht’s möglich, doch wenn der mal aussteigt? Zudem: 46 Seemeilen in 20 Stunden zu segeln, wie beispielsweise von Makemo nach Taheana, ist gar nicht so einfach. War ich nicht mal Regattasegler? Bei flauem Wind fahren wir mit 3 m2 Segelfläche dahin. Selbst die KON TIKI war fast noch schneller. Mehr ein Dahintreiben als Segeln.

Schwierig ist dies alles nicht. Bloss anders, neu und ungewohnt. Segeln wird in den Tuamotus zur Kunst der Langsamkeit.

 

FRENAR

Ya los nombres de los atolones desprenden sensualidad pura. Tahanea, Raroia, Toau, Kauhei. El jardín del Edén inmaculado, el paraíso de los navegantes.

Pero navegar en las Tuamotus es diferente.

¿Porque? Empezamos con la maniobra de ancla. El fondo marino esta plagado de corales. Esas esculturas submarinas bellísimas de varios metros de altura están rodeadas de peces tropicales de todos los colores imaginables. De vez en cuando nos asusta también un chiquitín tiburón de punta negra. Un ensueño para bucear, una pesadilla para fondear. La cadena se liaría con casi absoluta seguridad alrededor de las cabezas de corales. Si uno tiene mala suerte, pierde fácilmente su ancla (las Tuamotus tienen la fama de ser un cementerio de anclas). Por eso anclamos con una técnica diferente. Cada diez metros atamos una pequeña boya a la cadena, y por lo tanto la cadena esta flotando de forma elegante encima de las cabezas de corales. De tal manera la flora de los atolones queda intacta, y normalmente podemos levantar la ancla sin problemas.

El oleaje del pacifico se esta rompiendo en los arrecifes de los atolones, dejando de tal manera en el interior sitios de fondeos tranquilísimos en frente de islas paradisiacas. A menudo cruzamos las lagunas de un lado al otro. Sea porque en esos atolones de un tamaño considerable de varias millas el otro lado ofrece mejor protección de los vientos, o bien porque los fondos marinos aun prometen ser mas bonitos. Pero las lagunas están llenas de patatas, cabezas de corales enormes que llegan hasta la superficie. Casi nunca están marcadas el las cartas náuticas. Así navegamos siempre a vista de ojo de pájaro. Uno de nosotros esta en la proa o bien arriba en el mástil, como en tiempos de Colon, dirigiendo el barco. Con el sol arriba o bien de espalda se pueden ver perfectamente todos los obstáculos. Siempre navegar en el agua de color azul profundo! Eyeball – Navigation, mas fiable que cualquier aparato electrónico. Con mal tiempo, luz en frente o de noche un rumbo así se convertiría en alto riesgo. Pues, ni pensarlo, solo navegamos si el sol esta donde debe estar.

Los pases hacia el interior de los atolones son especialmente conmovedores. Es cuando nuestros nervios están a flor de piel. Nos hace falta slack time, cuando la marea alta cambia a la baja – o al revés. Solamente en ese mismo instante no hay corrientes – que llegan a tener fácilmente 8 nudos. Si pierdes el momento correcto enseguida hay unos ocho nudos de corrientes. Con marea baja el agua sale, con marea alta entra. Además a menudo en medio del pase hay olas estacionarias de las corrientes. Mas o menos cada 6 ¼ horas hay slack time, por lo tanto puedes entrar o salir. Dependiendo de la luna podría ocurrir sola una vez con buena luz de día. Y cruzar un pase entre sus orillas de corales afilados por la noche no nos gustaría nada de nada.

Navegando de atolón a atolón nuestro plan de viaje se reduce drásticamente. Solamente podemos salir en ciertos momentos, y entrar en otros. Algunos atolones no tienen ningún pase y pierden así para nosotros cualquier utilidad. Solo molestan. Así inevitablemente nos toca navegar por la noche en esta área repletos de arrecifes peligrosos. Cook llamaba los Tuamotus las islas “peligrosas”, Darwin los “bajas”. Sinceramente, a veces si que nos sentimos bastante incomodos con estas navegaciones nocturnas entre atolones invisibles a pocas millas. El GPS lo hace posible, pero ¿si este deja de funcionar alguna vez? Y a menudo hay que ir expresamente lento par no llegar en un mal momento (como por ejemplo los 46 millas en 20 horas de los atolones de Makemo a Tahanea). ¿No he sido regatista alguna vez? Con vientos flojos navegamos con miserables 3m2 de vela. Incluido el KON TIKI era mas veloz. Es mas flotar que navegar.

Todo eso no es especialmente difícil. Pero diferente, nuevo y inhabitual. Navegar en las Tuamotus se convierte en el arte de la lentitud.

 

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on the reef

29. August 2015, by

AM RIFF

Stundenlang könnten wir auf das Aussenriff der Atolle hinausschauen. Es ist keine Linie, sondern ein breites Band. Halb Land, halb Wasser. Halb Fels, halb Tier. Wieder so ein Zwischending (siehe auch Blog cogito ergo sum). 

Es beschämt den Verstand und würdigt die Poesie.

 

EN EL ARRECIFE

Horas podríamos observar los arrecifes exteriores de los atolones. No es una línea, mas bien una faja. Medio tierra, medio agua. Medio roca, medio animal. Una vez mas un entremedio (mira también blog cogito ergo sum).

Afea la racionalidad, elogia la poesía.


1947

14. August 2015, by

1947

“Das Ringriff von Raroia ist oval und hat einen Durchmesser von 40 Kilometer, die ganze Langseite wendet sich gegen das Meer im Osten, wo wir angeschaukelt kamen. Das Riff selbst, das sich von Horizont zu Horizont zieht, ist nur wenige Hundert Meter breit und dahinter liegen idyllische kleinen Inseln in Reih und Glied und die stille Lagune in der Mitte.”

Da wollten wir also rein. “Das Meer stand weiss schäumend auf und sprang hoch gegen den Himmel empor”. Unsere erste Riffpassage in den Tuamotus. Thor Heyerdahl kam 1947 von Osten angetrieben, ohne genau zu wissen wo er war. Wir haben es besser, kommen von Westen. Mit GPS, Tiden-Apps, elektronischen Seekarten und Motor ausgerüstet. Wissen wo der einzige Durchgang hinein ist. Wir sind leider etwas zu früh dran. In der Einfahrt steht noch eine gut meterhohe stehende Strömungswelle, welche uns prompt ins Cockpit schwappt. Doch trotz allem: Schaukel, schaukel, und drin sind wir.

Ein Atoll in Mitten des Ozeans ist der Traum eines jeden Seglers. Plötzlich  liegt man wie in einem grosse Suppenteller ruhig im türkisgrünen Wasser vor Anker. Am Tellerrand liegen kleine Palminselchen mit Sandstränden, Korallenriffen, Millionen von farbigen Fischen, und die tosende Brandung. Bei Flut läuft des Meer über den Tellerrand hinein, bei Ebbe durch die Passagen wieder raus. Gespickt ist die Suppe mit einer Vielzahl von gut auszumachenden, goldig schimmernden Korallenköpfen, welche  man geschickterweise im Slalom umfährt.

Zusammen mit den JOSHUA’s ankern wir zuerst vor dem kleinen (und einzigen), sympathischen Dorf. Als der Wind dreht, setzen wir quer durch das Atoll zur fünf Meilen entfernten östlichen Riffseite rüber. Zur Fena Kon-Tiki. Die Insel, auf der Heyderdahl gestrandet ist. Die perfekte polynesische Postkarten – Idylle. “Die ganze Insel sah aus wie ein trotzender grüner Blumentrog, vielleicht auch wie ein kleines Stück konzentriertes Paradies”. Genau so ist sie auch heute noch. Ehrfürchtig stehen wir vor einer kleinen Gedenktafel und versuchen uns vorzustellen, was hier vor 68 Jahren passierte. Genau hier. Wenige Meter vor uns prallten sie auf das Riff, und retteten sich dann auf diese Insel. Eine Woche später wurden sie von den Dorfbewohnern der anderen Atollseite entdeckt.

Eine See wälzte sich unter uns in die Höhe, und wir fühlten, wie sich die KON-TIKI in die Luft hob. Der grosse Augenblick war da. Jetzt ritten wir in den Wellenrücken hinein in rasender Fahrt, sodass es knackte und schrie in den schlotterigen Floss. Wir fühlten wie es sich unter uns verschob und bewegte. (…). Im selben Augenblick sah ich (die See) hoch über mir, als ich schon einen furchtbaren Schlag spürte und in den Wassermassen verschwand. Jetzt donnerte die See weiter, darüber vorbei. Als sie brüllend passierte, enthüllte sie einen schlimmen Anblick. Wie mit einem Zauberschlag war die ganze KON-TIKI verändert. Das Fahrzeug, dass wir Wochen und monatelang auf See kannten, bestand nicht mehr. In Sekunden war unsere gemütliche Welt zum Wrack zerschlagen.”

Uff. Zum Glück hat unsere TUVALU die Riffeinfahrt bravurös gemeistert…

 

> Zitate (kursiv) aus: Thor Heyerdahl; Kon-Tiki – ein Floss treibt über den Pazifik; Ullstein, 1949

> Position Kon-Tiki in Raroia: 16º 03,87S 142º 21,54W

 

1947

“El arrecife de Raroia tiene forma oval con un diámetro de 40 kilómetros y orientado al este, desde donde llegábamos balanceando. El arrecife en sí, que se extiendo de horizonte a horizonte, mide sólo unos pocos cien metros de ancho, y detrás se encuentran islotes idílicos en fila india y en medio una laguna tranquila”.

Pues, aquí queremos entrar. “Las espumas blancas del océano saltaban hacia el cielo. Nuestro primer pase de arrecife en las Tuamotus”. 1947 Thor Heyerdahl llegaba desde el lado este con su balsa, sin saber exactamente donde estaba y sin gran capacidad de maniobrar. Nosotros lo tenemos mejor, llegando del oeste. Con GPS, Apps de mareas, cartas electrónicas y motor. Sabiendo donde está el único pase navegable por los arrecifes.  Pero estamos demasiado pronto. En la entrada aún hay una corriente saliente con una ola estacionaria de bien un metro. Que inevitablemente nos entra en la bañera. No obstante: balanceo balanceo y dentro estamos.

Un atolón en medio del océano es el ensueño pora cualquier navegante. De repente te encuentras como en un sopero enorme fondeado tranquilamente en la agua turquesa. En el límite del plato se encuentran islotes de arena con cocoteros, arrecifes de corales, millones de peces de color y el mar bramando. Con marea alta entra por los bordes al sopero, con marea baja el agua sale por los pases. La sopa está llena con trozos de patatas, cabezas de corales grandes que se ve perfectamente con su color de oro, navegando en slalom procurando evitarlos.

Juntos con los JOSHUA’s fondeamos primero delante del (único) pueblo y gente muy simpática. En cuándo el viento gira cruzamos el atolón para fondear cerca de los arrecifes del otro lado, a unas cinco millas. A la Fena Kon-Tiki, la isla donde Heyderdahl naufragó.  La isla tenía la apariencia de un macetero verde rebelde, o bien como un trocito de paraíso comprimido. Hoy en día todavía está así. Humildemente observamos la pequeña placa en memoria del naufragio del KON-TIKI e intentamos de imaginarnos como hace 68 años pasó todo. Justo aquí. En el arrecife delante nuestro se rompió la balsa, en la misma isla se salvaron los hombres. Una semana más tarde fueron descubiertos por los habitantes del pueblo del otro lado del atolón.

Una ola enorme se nos metía por debajo y percibimos como elevaba el KON-TIKI hacia arriba. Era el momento clave. Llegamos a la cresta de la ola con velocidad, la balsa rugiendo, chillando. Notábamos como por de abajo nuestro se movía y descompuso (…). En este mismo instante ví el mar encima mío. Enseguida noté un golpe terrible, desapreciando a las masas de agua. Ahora el mar tronaba sin pausa encima nuestro. Finalmente dejó ver una imagen terrible. Como con un golpe mágico el KON-TIKI se había desconfigurado para siempre. La balsa, tal como la conocimos durante semanas y meses en alta mar, ya no existía. En segundos nuestro mundo acogedor fue destrozado, deshecho en un naufragio”.

¡Puuu – por suerte el TUVALU ha encontrado magistralmente la entrada hacia dentro del atolón !

 

> citados (en cursiva): Thor Heyerdahl; Kon-Tiki – ein Floss treibt über den Pazifik; Ullstein, 1949

> posición Kon-Tiki en Raroia: 16º 03,87S 142º 21,54W

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