‘Pacific crossing’ - Category

bonjour polynésie

1. May 2015, by

BONJOUR POLYNESIE

Die Landschaft verschlägt uns den Atem. Intensivstes Grün aller Nuancen. Schroff abfallende Felswände. Die Natur als Theater – und wir in der ersten Reihe. Der wohl schönste Ankerplatz der Welt. Genau! Nach 22 Tagen und 3007 Seemeilen liegen wir seit heute morgen früh in der Baie des Vierges in Fatu Hiva (Marquesas) vor Anker. Überglücklich, wenn auch etwas müde, nach einer exzellenten Überfahrt! Bonjour Polynésie.

BONJOUR POLYNESIE

Un paisaje abrumador que nos deja boca abiertos. Nos rodean verdes de todos los matices y acantilados impresionantes. La naturaleza como escenario, y el TUVALU en primera fila. Pensamos que estamos en el fondeo mas bello del mundo. Pues si, después de 22 días y 3007 millas recorridas en alta mar estamos fondeados en la Baie des Vierges en Fatu Hiva (Marquesas). Contentísimos, aunque algo cansados, después de una travesía exquisita. Bonjour Polynésie.

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nothing

24. April 2015, by

NICHTS

DER PAZIFIK – EIN MEER, SO WEIT, DASS DER MENSCHLICHE GEIST ES KAUM FASSEN MAG.

Die Crew schuftet hart in der schweren See. Genua runter, Fock setzen. Schweisstreibend an der Winsch kurbeln. In der Gischt auf dem Vorschiff den losen Spibaum festzurren. Breitbeinig am Ruder, die Sturmböen peitschen ins Gesicht. Was für ein Albtraum.

Aber zum Glück wache ich ausgeruht im meiner Koje auf. Ich gähne, strecke den Rücken durch und achte verschlafen auf die leisen, gurgelnden Geräusche. TUVALU gleitet ruhig dahin, wie seit Tagen. Die Sonne scheint liebevoll durchs Fenster. Ein kurzer Blick nach draussen zeigt: Es ist wie immer. 15-20 Knoten Wind aus SE, Welle 2 Meter. Ich bleibe noch etwas liegen.

Auch heute nehmen wir uns wieder ganz fest vor das zweite Reff aus dem Gross zu schütten. Dies sollte einen halben Knoten mehr Speed geben. Das wollten wir schon gestern. Und vorgestern. Imma steckt den Kopf aus der Türe: “¿Cuanto falta?” – “Etwa 900 Seemeilen” sage ich ohne einen Blick auf den GPS zu werfen. In einer Woche oder so kommen wir an. Was soll’s.

Seit etwa zwei Wochen sind wir unterwegs auf dem Stillen Ozean. Dieselbe Segelstellung, dieselbe Einstellung des Windpiloten, dieselbe Wetterprognose (warum überhaupt laden wir noch die Wetterdaten runter?). Dieselbe lange Pazifikwelle zieht unter uns durch. Tagelang passiert einfach NICHTS. Das Schönste am Ozeansegeln ist genau dieses Gefühl. Was unweigerlich dazu verführt noch weniger zu tun.

Und doch bewegt sich unglaublich viel. In unseren Köpfen verabschieden wir uns von vier Jahren Segeln in den spanisch geprägten Kulturen der Karibik. Seit sich die letzten Tore der Schleusen des Panamakanals geschlossen haben driften wir langsam in eine neue Welt. Polynesische Völker, französische Kolonien, brandungsumkrönte Atolle. Segeln, diese anachronistisch langsame Kunst des Reisens, ermöglicht uns das Verbleiben im zwischwen hier und dort. Im weder gestern noch morgen. Was zählt ist nur das JETZT. Die Seele dankt.

NADA

EL PACIFICO – UN MAR TAN EXTENSO, QUE ES CASI INCONCEBIBLE PARA EL ESPIRITU HUMANO.

La tripulación está trabajando duro en un mar grueso. enrollando la génova, enrollando el foque. Sudando dando vueltas al winche. En la proa bajo la espuma del mar agarrando el tangón que se ha soltado. Con los pies clavados detrás de la rueda latigan las rachas del temporal en la cara. Que pesadilla.

Pero por suerte me despierto descansado en mi camarote. Bostezando me estiro la espalda escuchando el sonido suave del barco en el agua. Como desde hace días TUVALU está deslizándose tranquilamente hacia el oeste. El sol, a través de la ventana, me acaricia la cara. Una mirada rápida al exterior me confirma: las cosas están como siempre. 15 a 20 nudos de viento de sureste, la ola de dos metros. Me quedo un ratito mas en la cama.

Hoy una vez mas nos proponemos firmemente sacar el segundo rizo de la vela mayor. Esto nos daría medio nudo mas de velocidad. Ya lo queríamos hacer ayer – y anteayer. Imma saca su cabeza y me pregunta: “¿Cuánto falta? “Unas 900 millas” respondo sin mirara al GPS. Llegaremos mas o menos en una semana. No importa.

Desde hace dos semanas estamos atravesando el océano pacífico. La misma configuración del velero, del timón de viento, la misma previsión meteorológica (¿porque demonio aun bajamos los datos meteorológicos?). La misma larga ola del pacífico. Durante días no está pasando NADA. Lo mas bonito de las travesías oceánicas es exactamente esta sensación. Que inevitablemente invita a hacer aun menos.

No obstante se están moviendo muchas cosas. Nuestras mentes se están despidiendo de cuatro años de navegación en los países de cultura hispana del mar caribeño. Desde el momento que se cerraban las últimas compuertas del canal de Panamá nos deslizamos lentamente a un mundo nuevo. Pueblos polinésicos, colonias francesas, atoles asombrosos. Navegar a vela, ese arte de viajar tan anacrónico y lento, nos permite quedarnos en el ni aquí ni allí. En el ni ayer ni mañana. Lo único que cuenta es el AHORA. Nuestras almas lo agradecen.

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half time

19. April 2015, by

HALBZEIT

Genau in der Mitte. 1470 Seemeilen nach Fatu Hiva, ebenso viele zurück nach Galapagos. Aber eine Halbzeitpause gibt es nicht. Eine Welle nach der anderen schiebt sich unter den Rumpf. Rauf und runter. Vom Passatwind getrieben. Mit stark gerefften Segeln gleitet die TUVALU dahin. Pausenlos. Immerfort.

Trotzdem wird gefeiert heute. Wie es unsere Tradition will, bei solchen Gelegenheiten: Käsefondue. Nicht einfach zu essen bei dem Geschaukel. Deshalb sitzen wir am Boden im Cockpit. Beat schenkt uns Bücher über Paul Gauguin und wir hören Brel & Piaff. Plötzlich ist französisch Polynesien ganz nahe. Rien, rien de rien ? je ne regrette rien…

MEDIA PARTE

Justo en la mitad. 1470 millas náuticas a Fatu Hiva, lo mismo a Galápagos. Pero no hay pausa de media parte. Una ola detrás de otra. Hacia arriba, hacia abajo. Empujado por los alisios. El TUVALU corre, a pesar de los rizos. Sin parar, interminable.

No obstante hoy celebramos. Como habitual preparamos una fondue de queso. No es fácil de comer con ese balanceo. Por eso estamos sentados en el suelo de la bañera. Beat nos regala libros de Paul Gauguin mientras escuchamos Brel & Piaff. De repente la polinesia francesa esta muy cerca. Rien, rien de rien ? je ne regrette rien…

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perfect

16. April 2015, by

PERFEKT

Wir hätten es uns ja denken können. Die ersten vier Tage unserer Überfahrt waren perfekt. Schliesslich haben wir gewieft stundenlang aktuelle Wetterberichte studiert. Viele schlaue Bücher durchgeblättert. Alle Segelgurus konsultiert. Um den Mast tanzend Neptun beschwört. Auf unsere Intuition vertraut. Und so ist die gewählte Südroute tatsächlich vom Feinsten. Die berühmte lange Pazifikwelle, moderate Winde, angenehmstes Leben an Bord. Wir essen wie zuhause am gedeckten Tisch und träumen mit James Cook von der Südsee.

Als wir dann gerade wieder mal die neusten Wetterdaten runterladen (und uns freuen, dass es Dank dem sich allenfalls doch einstellenden El Niño – Phänomen effektiv bis zu den Marquesas Inseln so weitergehen werde) beginnt es zu blasen. Dreissig Minuten später fahren wir mit dem zweiten Reff im Gross und stark gekürzter Genua durch die ruppige See. “Wäre auch ein Wahnsinn gewesen, wenn alle über die ruppige See klagten und klagen, und nur bei der TUVALU geht es zu und her wie auf dem Zürichsee”, schreiben uns die ULANI’s aus Bora Bora – sie wurden letztes Jahr durchgeschüttelt. Recht haben sie schon, aber schön wär’s trotzdem gewesen.

PERFECTO

Ya nos lo hubiéramos podido imaginar. Los primeros cuatro días de nuestra travesía eran perfectos. No es por nada que estudiamos intensamente las previsiones meteorológicas actuales, consultamos todos los libros y expertos sabios de la meteorología marítima, bailábamos alrededor del mástil suplicando a Neptuno, y nos fiamos de nuestra intuición. Así la ruta elegida hacia el sur es de lo más exquisita; la ola larga famosa del Pacífico, vientos moderados de aleta, una vida a bordo de lo más agradable. Comemos como en casa sentados en la mesa y soñamos con James Cook del mar de sur.

Justo cuando estamos actualizando los datos meteorológicos más recientes (alegrándonos que gracias al posible efecto El Niño podríamos esperar una navegación plácida hasta las islas Marquesas), empieza a soplar fuerte. Treinta minutos más tarde surfeamos las olas en un mar revuelto, con el segundo rizo en la mayor puesta y la génova muy reducida. “Hubiera sido increíble ya que todos se quejaban y se quejan del mar agitado  y solo en el TUVALU se sienten como en el lago de Zúrich”, nos escriben los ULANI’s desde Bora Bora – a ellos el mar les sacudió el año pasado. Tienen toda la razón, pero hubiera sido bonito igualmente.

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leaving

10. April 2015, by

ABFAHRT

Nach Abschluss der Untersuchung des Galapagos – Archipels nehmen wir Kurs auf  Tahiti und begannen unsere lange Passage über 3200 Meilen. Im Laufe weniger Tagen liessen wir das düstere und wolkige Ozeangebiet, das sich winters weit von der Küste Südamerikas erstreckt, hinter uns. Danach hatten wir schönes klares Wetter und fuhren mit einer Geschwindigkeit von 150 bis 160 Meilen am Tag vor dem steten Passatwind angenehm dahin.

Was bleibt mir da noch zu sagen? Statt Darwin auf der BEAGLE, wir auf der TUVALU. Viel geändert hat sich da nichts in den letzten 200 Jahren – und faul wie ich bin habe ich nun schon den halben Blog geschrieben!

Statt wie die BEAGLE am 20.10.1835 war es bei uns am Mittwochmittag (08.04.2015) soweit. Erwartet haben wir eigentlich zwei Tage motoren Richtung Süd um dort in die Südpassatwinde zu kommen und dort dann auf den direkten Kurs nach Polynesien abzudrehen. Doch netterweise bläst es schon jetzt mit konstanten, östlichen Winden. So gleiten wir bei moderater, langer Welle mit raumen Wind  angenehm daher.

PS. Gelegentlich und unregelmässig werden wir hier im Blog berichten, unsere Position könnt ihr jedoch täglich aktualisiert im Blog nachschauen. Erwartete Ankunft in den Markesischen Inseln: in ca. 4 Wochen.

ZARPAMOS

Después de haber hecho el estudio hidrográfico del archipiélago de las Galápagos, ponemos rumbo a Tahití; comenzando entonces una larga travesía de 3.200 millas. Al cabo de algunos días salimos del espacio oscuro y nuboso que durante el invierno se extiende muy lejos en el océano, frente a la costa sudamericana, se vuelve el tiempo hermosísimo, e impulsados por los vientos alisios constantes hacemos de 150 a 160 millas al día.

¿Que me queda a comentar? En vez de Darwin en el BEAGLE, nosotros en el TUVALU. No ha habido muchos cambios en las ultimas 200 años  y vago como soy ya he escrito la mitad de un blog nuevo!

En vez del 20 de octubre 1835 como el BEAGLE zarpamos en pasado jueves a miércoles (08.04.2015). Esperábamos 2 días de vientos flojos haciendo motor yendo al sur para encontrar los alisios, girando ahí a un rumbo este y directo a la Polinesia. Pero grata sorpresa ya tenemos vientos constantes del este. Así deslizamos encima de olas largas con vientos de través: hermoso!

Pd. Durante la travesía colocamos de forma irregular novedades en el blog. Pero podéis ver la posición del TUVALU diariamente actualizado en nuestra pagina. Esperamos en llegar a las Marquesas en unos 4 semanas.

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