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gracias a dios

17. December 2013, by

GRACIAS A DIOS

“In dieser ganzen Zeit fuhr ich in keinen Hafen ein und konnte es auch nicht, denn der Sturm liess es nicht zu. Es regnete, windete und blitzte ohne Unterlass als sei das Ende der Welt gekommen. Dann erreichte ich das Kap GRACIAS A DIOS, und von dort aus gab mir Gott unser Herr günstige Winde und günstige Strömung. Das war am 12. September. Achtundvierzig Tage lang hatte der schreckliche Sturm nicht nachgelassen. In dieser Zeit sah man weder Sonne noch Sterne, die Schiffe leckten, die Segel waren zerrissen, Anker, Takelwerk und Taue gingen verloren, dazu Boote und viel Proviant. Die Mannschaft war krank, alle waren reumütig, viele wandten sich der Religion zu, und es gab keinen der nicht irgendein Gelübde getan oder sich Wallfahrten vorgenommen hätte. Oftmals hörten sie sich gegenseitig die Beichte. Viele Stürme hat man gesehen aber keinen, der so lange währte und solchen Schrecken brachte.”

Scheisse. Exakt dieselbe Route fahren wir 511 Jahre nach “old Christopher Kolumbus”. Auch wenn er stets einen Hang zum übertreiben hatte; als wir diesen Text in Guanaja nachgelesen beginnen wir zu verstehen warum Christopher dieses Kap “Gracia a dios” getauft hat.

Wir starten morgens um sieben. Mit dem amerikanischen Katamaran HAPPY FLEET hinter uns zirkeln wir durch Nordost – Passage aus der Lagune von Guanaja raus auf’s Meer. Es regnet in Strömen. Vielleicht hätten wir doch auf Kolumbus hören sollen.

Wir liegen hart auf der Kreuz. Upwindsegeln. Nur deutsche Segelurgesteine wir Erdman lieben solche Kurse. Als Spanier beginnen wir den Pilgerweg nach Santiago zu planen. Langsam geht es voran. Der Strom ist gegenan. Gewisse Dinge ändern sich nie.

Schön dass HAPPY FLEET neben anfährt. Auch Kolumbus fuhr gerne im Konvoi – SANTA MARIA, NIÑA, PINTO – denn irgendwann bleibt immer eins zurück. Morgens um drei ist es soweit. Es fehlen uns noch lausige 30 Meilen, doch HAPPY FLEET gibt mit doppeltem Motorenschaden auf. Dreht ab zurück nach Guanaja. Stur & stolz wie wir Spanier nun mal sind fahren wir weiter.

Und endlich. Rum ums Kap erhalten auch wir die versprochenen “günstige Winde und günstige Strömung“. Doch wir müssen ja nichts mehr für die Menschheit entdecken. So ankern wir im Cayo Vivorillo. Ein Korallenriff mit drei kleinen Inselchen, 40 Meilen in den Untiefen vor dem Kap. Einsam baumelt die TUVALU über Langosten, Krebse, Muscheln, und Millionen von Regenbogenfischen im kristallklares Wasser. Karibik pur. Lieber Christopher, nun verstehen wir Dich: Gracias a dios.

Ps. For more navigation information & waypoints at the end of this blog.

 

GRACIAS A DIOS

“En todo este tiempo no entramos a ningún puerto y tampoco lo hubiéramos podido ya que el temporal no lo permitía. Llovía, soplaba y había relámpagos si pausa – como si hubiera llegado el fin del mundo. Por fin alcanzamos el Cabo GRACIAS A DIOS, y a partir de este punto dios me proporcionaba vientos y corrientes mas favorables. Era el 12 de septiembre. 48 días no amainaba ese temporal espantoso. En todo este tiempo no se podía ver ni el sol, ni las estrellas, los barcos hicieron agua, las velas se despedazaron, anclas, jarcias y cabos se perdían, igual que botes y provisiones. La tripulación se enfermó, todos eran devotos y muchos buscaron apoyo en la religión, y no había ninguno que no ha dado algún juramento o se proponía una peregrinación. A menudo se escucharon mutuamente la confesión. Vimos muchos temporales pero ninguno que durase tanto y ninguno tan apocalíptico.”

Mierda. Justo la misma ruta tomamos 511 años después del gran maestro Cristóbal Colon. A pesar de que él siempre tenía la tendencia de exagerar, releyendo en Guanaja su relato empezamos a entender porque Cristóbal llamaba el cabo “Gracias a dios”.

Levantamos anclas a las siete de la mañana, saliendo de la laguna de Guanaja en el pasaje de noreste. Delante del catamarán norteamericano HAPPY FLEET buscamos lentamente camino entre los arrecifes. Llovía a cántaros. Tal vez hubiéramos tenido que tomar mas en serio al Cristóbal.

Es una ceñida dura, con ayuda del motor. Solamente navegantes míticos como el alemán Erdman aman estos rumbos (para los españoles: Erdman daba dos veces la vuelta al mundo, primero con y luego en contra de los vientos predominantes). Como españoles ya empezamos a pensar en el camino de Santiago. Lentamente avanzamos. Las corrientes en contra. Algunas cosas no cambian nunca.

Nos encanta que HAPPY FLEET navega al lado nuestro. También a Colon le gusto navegar en conserva –  SANTA MARIA, NIÑA, PINTA – ya que siempre queda un barco atrás con problemas. A las tres de la madrugada llega el momento. Quedan miserables 30 millas cuando HAPPY FLEET abandona. Con ambos motores estropeados comprensiblemente da la vuelta regresando a Guanaja. Tozudos y orgullosos como españoles seguimos.

¡Por fin! Llegando al cabo aparecen los dichos “vientos y corrientes favorables“. Por suerte ya no queda nada de descubrir para el bien la humanidad. Dejamos de sentirnos como exploradores y fondeamos en Cayo Vivorillo. Un arrecife de corales con tres islotes de palmeras, a 40 millas delante del cabo en medio de un mar poco profundo. El TUVALU como único velero balancea en la agua cristalina, rodeado de langostas, cangrejos, conchas, peces de todos los colores. El caribe perfecto. Querido Cristóbal, ahora te comprendemos: Gracias a dios.

PD. For more navigation information & waypoints at the end of this blog.

NAVIGATIONAL INFORMATIONS & WAYPOINTS

NORD EAST PASSAGE GUANJA

Inside: 16º 28, 793 N 85º 49,459W | Outside: 16ª 28,622 N 85º 49,132 W | Minimum deep: 12 meters – keep a little bit closer to the southern part

CAYO VIVORILLO

15º 50,118 N 83º 18,149W | 6 meters, very good holding (we had once in a short squall 46 nodes of wind?), good protection. There is no navigation light anymore at the island (and obviously NO AIS-signal as they are reporting at noonsite).

If you arrive from the west there is any danger. Even you could do it at night. In fact you can anchor at any place behind the reef looking carefully the deepness. The more protected anchorages are at the northern island, but where we anchored first at 15º 50,118 N 83º 18,149W normaly it?s also well quite. The islands are deserts and very very nice. You will feel like Robinson Cruse. From time to time the Honduras Coast Guard will have a look at Cayo Vivirillo, and also fisher boats ? normally from Roatan or Guanaja – will arrive. They are fishing lobster and caracoles. Very nice people, don?t worry about them, talk to them they are talking English and Spanish. Often they need fresh water, food and maybe some beers. Be nice to them, they are sailors as we are! They told us better not to anchor at Cayo Cocorocuma (20 miles to east). Even Cayo Cocorocuma is a good stop going to Providencia, from time to time there are stopping some drug traffic boats (lanchas de narcotrafico). But don?t worry ? at Cayo Vivirillo ou are absolutely safe! Enjoin it! Welcome to paradise.


arrival

11. December 2013, by

ANKOMMEN

1

Grün, und mit Pinien bewaldet. Von Cayman island kommend liess sich am Horizont endlich wieder eine Insel ausmachen. Am 30. Juli 1502 „entdeckte“ Kolumbus auf seiner vierten und letzten Fahrt die von wenigen Indianern bewohnte „Isla de los pinos“. Und somit gleich auch den Golfo de Honduras. Hier sah er zum ersten mal Kakao – das man heute ja zur Schokolade Herstellung braucht und uns auch auf TUVALU freut – und pries das bestes Wasser das er je getrunken habe.

2

Ebenfalls von Cayman Islands aus kommend erreichte am 27. Oktober 1998 um 21UTC, der Hurrikan Mitch die Insel „Guanaja“ – wie sie heute offiziell heisst. Er war einer der fünf stärksten Hurrikane der Geschichte der Karibik. Zeitweise schob er bis zu 13 Meter hohe Wellen vor sich, die Windgeschwindigkeit betrug bis zu 80 Knoten. Zwei Tage lang zerstörte er mit seinen horrenden Windgeschwindigkeiten die Insel. Nur wenig blieb noch von den schönen Pinien aus Kolumbus Zeiten übrig. „Nur“ acht Menschen starben auf der Insel. Lindson, der uns in sein bescheidenes Pfahlbauerhäuschen im Dörfchen Savanah Bight einlädt, erzählt uns wie sie versucht hätten im inneren ihrer wackeligen Häuschen den Hurrikan zu überstehen. Es muss fürchterlich gewesen sein. Nach dem Sturm präsentierte sich die Insel kahlgefegt und ohne jeglichen Baumbestand.

3

Von Roatán aus kommend ist unsere eigene Ankunft in Guanaja auch nicht gerade triumphal. Nämlich so wie man es sich am wenigsten wünscht. Genau als wir vor der Riffeinfahrt stehen schiebt sich eine undurchdringliche Regenfront vor die Insel. Die Sicht fällt in Sekunden auf null. Warten wäre sicherer, aber in einer Stunde wird es dunkel und da draußen wollen wir ja auch nicht die ganze Nacht beigedreht bleiben. Glücklicherweise stimmt die Seekarte und Imma kann auf dem Vorschiff schlotternd und durchnässt die Stehlen auf den Korallenköpfen ausmachen. So schleichen wir uns  so zwischen den Riffs in die grosse Lagune.

Bald schon liegen wir pudelnass vor dem Dörfchen Savanah Bight am Anker. Guanaja scheint die verträumteste und vergessenste Insel der Bay Islands zu sein. Kolumbus und Mitch sind Vergangenheit. Alles ist wieder grün. Es gibt nur minimaler Tourismus, und aller Verkehr geht über das Meer. Die nächsten Tage verbringen wir mit Mini – Schlägen kreuz und quer durch die Lagune. Ankern mal da und mal dort. Wunderbares Wetter, gutes Schnorcheln am Riff. Freuen uns ab den so unglaublich freundlichen Menschen.

Wie vor Kolumbus Zeiten, ein Paradies.

Ps. Unser Waypoints siehe ganz unten nach den Bildern!

 

ARRIBADAS

1

Verde y arbolado con pinos. Después de un largo viaje, saliendo de las islas Cayman, finalmente se podía averiguar una nueva isla en el horizonte. El 3 de julio 1502 “descubrió” Colón en su cuarto y último viaje la “isla de los pinos“, habitada por unos pocos indios. Y de tal manera también el Golfo de Honduras. Una vez en tierra vió por primera vez el cacao – que hoy se usa para la producción de chocolate y nos encantada tanto en TUVALU – y elogió “la mejor agua que nunca bebía en su vida”.

2

El 27 de octubre de 1998 a las 21 UTC, también llegando de las Islas Caimán, alcanzó el huracán Mitch la isla “Guanaja” – como hoy se llama oficialmente la “Isla de los pinos”. Fue uno de los cinco huracanes más poderosos de la historia del Caribe. Empujando holas de hasta 13 metros hacia la tierra y con vientos de 80 nudos. Durante dos días destruyó con sus vientos terribles la isla. Muy poco quedaba del hermoso bosque de pinos de los tiempos colombinos. “Sólo” ocho personas murieron en la isla. Lindson que nos invita a su modesta casa en la aldea de habitantes del lago Savanah Bight, nos contaba cómo intentaron de sobrevivir el huracán dentro de su casa frágil. Debe de haber sido terrible. Después del temporal, la isla se presentó desnuda y sin árboles.

3

Procedentes de Roatán nuestra propia llegada a Guanaja no es exactamente triunfante. Es decir, de modo menos deseable. En el mismo instante que nos encontramos delante de la estrecha entrada a la laguna, protegido de arrecifes de corales, un impenetrable frente de lluvia se coloca en frente de la isla. En cuestión de segundos la visibilidad se reduce a cero. Esper sería más seguro, pero en una hora se hace de noche y quedar fuera acuartelado esperando toda la noche tampoco nos apetecía demasiado. Afortunadamente las cartas náuticas resultaron bastante exactos e Imma podía empapada de la lluvia y temblando de frío averiguar las señales en las cabezas de coral que marcaron la entrada. Así avanzamos a paso de tortuga hacia dentro de la gran laguna.

Ya pronto y totalmente mojados fondeamos delante de la aldea de Savanah Bight. Guanaja parece ser la más olvidada y soñadora de las Islas de la Bahía. Colón y Mitch ya es pasado. Todo es verde. Hay un turismo mínimo, y todo el tráfico va sobre el mar. Las días siguientes entrecruzamos la laguna de un lado al otro, descubriendo fondeos y pueblos maravillosos. Un sol maravilloso, buen buceo en el arrecife. Y estamos encantados de la gente tan amable.

Como en la época precolonial, un paraíso.

Nb. Nuestros Waypoints al final del blog!

NAVIGATIONAL  INFORMATIONS  & WAYPOINTS

GUANAJA

16º 26,405 N 85º 52,536 W | entrance between the reefs Nord Pond Cay Chanel

16º 27,267 N 85º 52,124 W | El Bight | sand, good holding

16º 27,671 N 85º 49,974 W | Grahams Place | sand, good holding, only open to W | good Restaurant, free WIFI, nice sandy beach

16º 28,280 N 85º 49,678 W | Georg’s Cay | sand, good holding, only open to W | desert island

16º 28,413 N 85º 50,953 W | Brick Point | sand, good holding, good protection with west wind

16º 28,988 N 85º 50,637 W | Savanaah Bight | sand, good holding (be carful: anchoring between to coral reefs, but easy to enter | day anchorage, good to visit the village, some small shops

16º 26,589 N 85º 53,372 W | Bonacca, gas station (the nicest gas station in the world. We could stay there a couple of hours, going shopping, making check out, very nice people)| Diesel seams to be clean.

 

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love

30. November 2013, by

MAKE LOVE NOT WAR

Von unserer aktuellen „Heimat“ Honduras hat man diese Tage auch in der internationalen Presse lesen können. Soeben standen Präsidentschaftswahlen an. Gewonnen haben scheinbar – typisch Politiker – beide Kontrahenten. Der eine offiziell. Die andere wenn kein Wahlbetrug stattgefunden hätte. Das Land mit der weltweit höchsten Mordrate (vier mal höher al Mexiko, zehn mal höher als die Schweiz) hätte wahrlich eine bessere Politik nötig.

Wie in vielen Staaten in Zentralamerika sind die Symptome schnell erzählt. Doch schwierig zu ändern.

Die Parteien, die Politiker und die Richter sind korrupt, der ganze restliche Staatsapparat natürlich ebenso. Der Polizeiapparat ist ohne Mittel und viel zu klein. Man verdient schlecht, knapp über dem Mindestlohn von 400CHF. Logischerweise ist man so anfällig auf Bestechung. Dafür blüht das Business der privaten Sicherheitsfirmen. Das Gewaltmonopol liegt somit nicht mehr beim Staat. Kein Wunder bleiben dann selbst Morde meist ohne irgendwelche Konsequenzen.

Die Oberschicht ist schmal und besitzt fast allen Reichtum (inklusive sind sie die Besitzer der privaten Sicherheitsfirmen…). Und alle anderen mausarm. Jeder zweite lebt mit weniger als ein Dollar pro Tag.

Bist Du arm, dann kriegst Du keine Bildung, keine Medizin. Denn auch das Bildungs- und Gesundheitswesen ist weitgehend privatisiert. Viel Lehrer warten seit Monaten auf ihren Lohn – der Staat ist pleite.

Man stirbt schnell in Honduras. Denn obiges Panorama ist der Nährboden für das organisierte Verbrechen. Das Land ist Durchlaufstation von 50% des in der USA konsumierten Kokains.

In French Harbor auf der Insel Roatán besuchen wir ein weiteres mal eine Schule. Sie liegt – und wir sind ja nun schon etwas abgebrüht – in einem wirklich extrem armen Quartier. Obwohl es den Bewohner in ihren Hütten wirklich an fast allem zu fehlen scheint empfangen sie uns unglaublich herzlich.

Rosaria, eine etwa 75 jährige Grossmutter führt uns von Haus zu Haus. Alle sind irgendwie verwandt mit ihr. Als sie noch ein Kind war sei das Wasser der Lagune kristallklar gewesen und sie hätten direkt vor dem Haus gefischt und nach Shrimps getaucht. Seit aber die Amerikaner mit ihrer Shrimps – Fischerflotte hier stationiert haben, hat der Fortschritt die Natur zerstört. Littering – auch von den Bewohnern – machen aus der Lagune eine stinkende, braune Brühe. Auch die Natur steht auf der Seite der Verlierer.

Prof. Delvin führt uns durch die Schule, das Merino’s Education Centre der Leonard Ashley Bilingual School. Trotz der schäbigen Konstruktion und der einfachsten Ausstattung haben wir wohl noch kaum je einen so engagierten Schuldirektor sprechen hören. Die Primar- und Sekundarschule ist privat, aber das Schulgeld der Mehrheit der Schüler wird von privaten Stipendiengebern subventioniert – eine Art Patenschaft. Zur Kontrolle schickt die Schule den Gönnern alle 2-3 Monate die Noten. Trotzdem. Wenn’s eine Zukunft für Honduras gibt, dann hier. Bei den Kindern in der Schule. Make love not war.

Ja, und vielleicht fragt ihr Euch: Warum in der Hölle fährt TUVALU nach Honduras? Das Festland meiden wir tunlichst. Doch die Islas de Bahía (Utila, Roatán, Guanaja) liegen einfach auf dem Weg nach Panama. Und froh sind wir darüber allemal. Denn draussen blässt es inzwischen mit über 40 Knoten – 8 Beaufort. Wir liegen in der exzellenten Ankerbucht von French Harbour und verkriechen uns im Schiff. Draussen regnet es fast ununterbrochen und horizontal. Das Schiff torkelt an der Ankerkette hin und her. Nach 24 Stunden Gepuste sind wir zumindest sicher dass der Anker hält. Wir schauen Videos, spielen Roomie und rücken zusammen. Make love not war.

 

HAZ EL AMOR Y NO LA GUERRA                  

En estos días se puede leer noticias en la prensa internacional de Honduras, nuestro actual país de acogida. Había elecciones presidenciales. Ganaron ambos oponentes principales: tanto el ganador oficial como también su oponente, reclamando fraude electoral a gran escala. En el país con la tasa de homicidios más alta del mundo (cuatro veces mas que Méjico, diez veces mas que Suiza) mejores políticas ciertamente serían necesarias.

Al igual que en muchos países de América Central los síntomas de los problemas se relatan rápidamente. Pero son difícil de cambiar.

Los partidos, los políticos y los jueces son corruptos. Y obviamente todo el resto de la administración pública también. La policía carece de medios y de personal. Como policía cobras poco, unos 320€ al mes – y así se dejan sobornar fácilmente…

No sorprende pues que las empresas de seguridad privada son un gran negocio con mucho futuro. El monopolio de aplicar la fuerza ya no es del estado. Entonces no es de extrañar que incluso asesinatos se queden en su mayoría sin ninguna consecuencia.

Los ricos son muy pocos pero posen casi de toda la riqueza del país (parece de chiste, pero tiene su lógica: también los ricos son los dueños de las empresas de seguridad privada). Y todo el resto del pueblo es pobre. Mas que la mitad de la población vive con menos que un US Dólar al día.

Si eres pobre, entonces no obtendrás ni educación, ni medicina, ni futuro. Ya que la educación y la salud es mayoritariamente privada – queda poco dinero y interés para la pública. Y muchos profesores están esperando durante meses su sueldo – el estado esta en quiebra.

Un panorama social propicio para el crimen organizado. El país donde transita la mitad de la cocaína que se consume en los Estados Unidos. La muerte esta en la esquina.

En French Harbor, en la isla de Roatán, visitamos una vez más una escuela. Ya estamos algo acostumbrados, pero ese barrio es muy, muy pobre. A los residentes en sus chozas realmente parece que les falta de todo – pero nos reciben calurosos.

Rosaría, una abuela de 75 años de edad, nos lleva de casa en casa. Todos están de alguna manera relacionados con ella. Una gran familia. Nos cuenta cuando era una niña el agua de la laguna en frente de su casa era cristalina, había mucho pescado y camarones. Pero desde que llegó la flota pesquera de unos estadounidenses, el supuesto progreso ha destruido la naturaleza. Tirar basura y residuos sin control – incluso por los residentes – ha convertido la laguna en un caldo marrón maloliente. También la naturaleza está en el bando perdedor.

Prof. Delvin nos enseña su escuela. El Merino’s Education Centre de la Leonard Ashley Bilingual School. A pesar de la construcción precaria del edificio con un equipamiento muy sencillo, probablemente casi nunca hemos oído hablar a un director con tanta dedicación y entusiasmo. La escuela primaria y secundaria es privada pero la mayoría de los alumnos reciben becas de particulares (apadrinamiento) y cada dos meses y medio reciben noticias del progreso, notas ,etc del niño. Si hay un futuro para Honduras, entonces lo encuentras aquí: Entre los niños de la escuela. Haz el amor y no la guerra.

Quizás os preguntáis: ¿Por qué diablos va TUVALU a Honduras? Ciertamente evitamos la costa continental, pero las Islas de la Bahía (Utila , Roatán , Guanaja) están divinamente en el camino hacia Panamá. Por suerte, ya que ahora sopla con más de 40 nudos – 8 Beaufort. Estamos anclados en la bien protegida cala de French Harbor y nos estamos refugiando dentro del barco. Afuera está lloviendo casi sin parar, el barco se inclina de un lado al otro como si estuviésemos navegando. Después de 24 horas de temporal al menos estamos seguros de que el ancla aguanta. Vemos vídeos, jugamos Roomie, leemos y …. Haz el amor y no la guerra.

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salted

20. November 2013, by

SALZIG

Vorbei sind die süssen Träume. Am Samstagabend bei Vollmond spült uns der Rio Dulce wieder zurück ins Meer. Die Sandbank im Mündungsbereich überschleifen wir auch dieses mal nur knapp. Hector, ein spezialisierter Fischer, hat uns zumindest viel besser rausgezogen als im Juni sein Konkurrent rein. TUVALU dankt’s.

Hinter uns liegt ein halbes Jahr in einem der ärmsten Länder Zentralamerikas, vor kurzem noch gebeutelt durch einen Bürgerkrieg und immer noch zu tiefst ungerecht. Oftmals wird den Landarbeitern nicht mal den Mindestlohn von 4 Euro bezahlt. Pro Tag, versteht sich. Unsere Erfahrung hingegen war nur positiv. Wir erlebten ein wunderschönes Land mit lieben Menschen, und keine einzige gefährliche Situation.

Unser erster Ankerplatz ist wiederum Tres Puntas, 10 Meilen von Livingstone. Dort trudeln dann am Montag auch BALIMARA und ULANI ein. TUVALU scheint sich anfangs jedoch noch etwas zu sträuben. Der Autopilot spuckt und zeigt immer 220 Grad ? zurück in den Fluss. Doch Dank der wie immer unglaublich schnellen und kompetenten Ferndiagnose von Marc Mestre von E-NAUTICA aus Barcelona kriegen wir die Yacht wieder auf Kurs.

Aber jetzt sind wir wieder auf See. Morgens um vier, Imma schläft. Alles wie gehabt. Wir fahren auf raumen Kurs und beinahe flacher See Richtung Utila (Honduras). Unsere erste, normalerweise schwierige Etappe gegen die vorherrschenden Passatwind ist bis anhin problemlos. Gut, denn wir wollen nach San Blas / Panama.

Ich stehe draussen im Cockpit. Über mir der perfekte Sternenhimmel. Die See, nichts als die See. Da ist es wieder. Salz auf meiner Haut.

 

SALADA

Los sueños dulces ya han pasado. El sábado con luna llena el Rio Dulce nos expulsa de nuevo al mar. También esta vez sobrepasamos el banco de arena delante de la embocadura de Livingston solamente con dificultades. Héctor, un pescador que contratamos como guía y remolcador, al menos lo consigue mejor que su competencia en Junio. Tuvalu lo agradece.

Atrás queda medio año en uno de las países mas pobres de Centroamérica. Hasta hace poco aun castigado por una guerra civil, aun vive con muchas injusticias. A los jornaleros a menudo ni pagan el salario mínimo de 4 Euros ? por supuesto por día. No obstante nuestra experiencia es sin matices excelente. Guatemala es un país maravillosa, con paisajes increíbles y gente muy amable. Y no vivimos ni una situación peligroso.

Nuestro primer fondeo una vez mas esta en Tres Puntas, a 10 millas de Livingston. El lunes llegan también nuestros amigos de ULANI y BALIMARA. Al inicio parece que el TUVALU no esta muy feliz de volver al mar. El piloto automático hace el tonto y marca siempre 220 grados ? volver al rio. Pero gracias al diagnosis rápido y competente de Marc Mestre de E-NAUTICA de Barcelona volvemos a ponerlo al rumbo. ¡Tantas gracias, Marc!

Ahora estamos de nuevo navegando. La habitual hora de escribir un blog: Son las 4 de la mañana, Imma esta durmiendo, yo de guardia. Con un rumbo con vientos de través y el mar casi plana navegamos hacia la isla Utila (Honduras). Se dice que normalmente es muy complicado remontando contra los vientos predominantes (los alisios). Pero nuestra primera etapa hasta ahora resulta ser sin apenas problemas. Bien, ya queremos ir a San Blas / Panamá.

Estoy de pies fuera en la bañera. Encima mío el cielo con millones de estrellas. El mar, nada mas que el mar. Uff, aquí lo tenemos de nuevo. Hay sal en mi piel.

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atitlan

16. November 2013, by

ATITLAN

Von Antigua aus fahren wir per Minibus zum Lago de Atitlan. Im Dorf San Marcos wohnen wir in einem traumhaft gelegenen Bungalow direkt am See.

San Marcos wurde seit ein paar Jahrzehnten von den Hippies als speziell spirituell auserkoren. Uns interessiert aber weder Reiki noch Selbstfindungs – Gehopse bei Vollmond. Wir sitzen lieber auf der Terrasse, trinken Rotwein und bestaunen den Bergsee und die Vulkane. Nachts träumt Hans schon wieder vom Bodensee in der Schweiz.

Das Dorf ist eine Zweiklassen Gesellschaft. Unten am See in unserem Hotel leben wir bei den spirituellen Hippies – einige als wären sie gerade erst aus Woodstock zurückgekehrt. Oben dann die ursprüngliche Maya – Bevölkerung. Wir fragen uns: Bringt diese kaum spanisch sprechende Gemeinschaft wirklich Fortschritt ins Dorf? Natürlich wurden Arbeitsplätze geschaffen und man lebt nach westlichen Wertvorstellungen. Oder ist es doch einfach eine weiter Art von (spirituellem) Imperialismus?

Mit den lanchas (Holzmotorboote) fahren wir über den See von Dorf zu Dorf. Besuchen Märkte und Kooperativen. Eigentlich sind wir ja nicht allzu grosse Fans von Folklore und Trachten. Aber die – selbstredend alle eigenhändig gewobenen und genähten –  Kleider der Frauen der Dörfer rund um den See von Atitlán verschlägt uns den Atem. Was für eine Kultur.

 

ATITLAN

Desde Antigua viajamos en minibus al el lago de Atitlán. En el pueblo de San Marcos vivimos en el Hotel Schumann, perfectamente situado a en la orilla del lago.

San Marcos fue elegido hace algunas décadas por los hippies como un lugar con una energía específicamente espiritual. No estamos demasiado interesados en las brisas de  Reiki y tampoco en danzas con la luna llena. Preferimos sentarnos en la terraza, tomar un vino tinto y admirar el lago y los volcanes. Hans sueña por la noche de nuevo de “su” lago de Constanza en Suiza.

El pueblo es una sociedad de dos clases. Abajo en la orilla del lago vivimos donde están los hippies occidentales, unos como si hubieran regersado ayer del festival de Woodstock. Arriba mas en la montaña viven los mayas autóctonos. Nos preguntamos: ¿Aporta esta sociedad de habla inglesa realmente progreso al pueblo? Es cierto que producen puestos de trabajo e introducen valores occidentales. Pero, tal vez es simplemente otro tipo de imperialismo (espiritual).

Con las lanchas cruzamos el lago de pueblo a pueblo. Visitamos los mercados y las cooperativas. En general no somos muy grandes aficionados del folclore y de trajes tradicionales. Pero los vestidos de las mujeres – por supuesto toda tejida y cosida a mano – nos dejan sin el aliento. ¡Qué cultura!

 

 

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