We don’t love hurricanes

2018-03-19T03:48:51+00:00 7 Juni, 2012|2012, Karibik, Power Boats Marina, Trinidad & Tobago, Windward Islands|

Hochgestellt und trocken steht sie da. Die Stützen eingefettet und mit Diesel bepinselt. Ebenso der Kiel und die Ankerkette. Wenn nun schon wir eine Weile nicht mehr auf der TUVALU wohnen, dann sollen dies auch die Cucarachas nicht können.

Am 1. Juni hat in der Karibik offiziell die Hurrikan Saison begonnen. So kann sich das Paradies innert Kürze zum Albtraum verwandeln. Als Segler hat man verschiedene Optionen (siehe auch nachstehende Bild „Atlantic Hurricane Tracking chart“ und die aktuelle Hurrikan-Situation hier ). Entweder bleibt man in der Region und flüchtet bei Bedarf in eines der sogenannten “hurricane holes”. Oder man segelt aus der gefährdeten Region heraus nach New York oder nördlicher, respektive nach Süden (Trinidad, Venezuela, Kolumbien, Panama).

Die erste Variante schien uns doch sehr risikoreich. We don’t love hurricanes. So haben wir uns entschlossen die TUVALU in Chaguaramas / Trinidad an Land zu stellen. Gut fürs Schiff, und eine Gelegenheit nach einem Jahr segeln wieder mal Familie und Freunde in Europa zu besuchen. Im nächsten Herbst geht’s dann weiter Richtung West, wir werden später im Blog davon berichten.

Chaguaramas besteht eigentlich nur aus Bootswerften. Tausende von Schiffen stehen an Land. Die einen geben Reparaturen an die lokalen Firmen in Auftrag, andere werkeln selbst an der Yacht rum – zum Teil seit Jahren. Wir haben uns für die Schiffswerft Powerboats  entschlossen. Während Imma schon bei ihrer Familie in Barcelona ist, bereite ich die Yacht auf den Sommer vor. Revision von Dieselmotor, Aussenborder, Watermaker, Segel, Anker,… die Liste ist endlos. Zudem werden alle Esswaren entsorgt, alle Schränke und Stauräume ausgeräumt und alles mit Essig gewaschen. Denn dies verhindert die Schimmelbildung, bei der sehr hohen Luftfeuchtigkeit während der karibischen Regen- und Hurrikan Saison besonders wichtig. Trotz Luftentfeuchter, der permanent in Betrieb ist. Die TUVUALU bekommt auch ein „Plastic Shrimp“ – Dach verpasst. So bleibt’s drinnen sicher trocken und das Teakdeck wird etwas geschützt. 10 Tage lang bin ich intensiv am arbeiten, abends dann zum Bier mit den Seglern. Kontakt ist schnell geknüpft – wir sitzen ja alle im gleichen Boot… Zudem gibt’s beinahe jeden Abend irgend ein organisiertes Essen oder Barbacue, von den Deutschen, den Engländern. Nur spanische Segler gibt es kaum, wie gewohnt.

Doch inzwischen bin auch ich in Spanien angekommen, der Jetlag legt sich langsam. Aber immer noch bin ich verwundert ab dieser ach so zivilisierten Welt. Ich habe wieder gelernt nicht alle zu grüssen, Schuhe und lange Hosen zu tragen, mich täglich zu rasieren. Aber ist es wirklich die Krise, dass hier nicht alle so fröhlich lachen?

 

 

 

 

 

 

One Comment

  1. SUSANA Montag, der 11. Juni 2012 um 20:57 Uhr - Antworten

    BUENO, BUENO…….. PUES BIENVENIDOS A NUESTRA QUERIDA ESPAÑA, JAJAJA. ESPERO QUE NO AGARREIS UNA DEPRESION DE CABALLO, PORQUE EL TEMA NO ES PARA MENOS. UN SALUDO Y ESPERAMOS RECIBIR MAS INFORMACIÓN DEL MUNDO QUE DESCONOCEMOS.

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