Seeleute

2019-08-25T02:18:52+00:00 25 August, 2019|2019, Indonesia, Wakatobi|

Abgehoben, knapp über dem Wasser. Unter uns das kühlende, lebensspendende Nass. Darüber die Wohnstätte. Mal kleiner, mal grösser, mal luxuriöser im Ausbau, mal aufs wesentliche reduziert. Was meist der Fall ist. Wir sind ja soziale Wesen, so freuen wir uns über Nachbarn. Gemeinsam gehen wir fischen oder an den nahen Strand, oder man trifft sich einfach zum Plaudern.

Wir leben von der See und mit der See. Definitiv alles nur Vorteile: Man braucht kein Land zu kaufen und die Moskitos bleiben einem Fern. Hier in Indonesien mit Malaria, Dengue – und was immer auch die stechenden Viecher mittragen – besonders angenehm. Gut; Gemüse und Früchte anzupflanzen wird etwas schwierig, höchsten falls mal hat man einen Blumentopf mit Tomaten oder Basilikum. Doch dafür sind die Langosten, die Fische, die Oktopusse nahe und zahlreich. Der elektrische Strom kommt von der Sonne, das Wasser sammelt man vom Regen und der Abfall schmeissen wir achtlos ins Meer. Die nächste Flut trägt ja alles weg (unsere Gäste aus abgelegenen Kontinenten finden das nicht so toll, warum denn auch?)

Kurz, gibt es einen besseren Ort um zu leben? Wie hier im Bajo Sampela. Das Dorf liegt gerade neben unserem Ankerplatz in Hoga Island im Wakatobi National Marine Park. Eine atemberaubende Unterwasserwelt, Korallenriffe in allen Farben und Formen, überbunte Aquarienfische die ohne Scheu in meine Taucherbrille kucken. Daneben eine kleine Insel mit langem Sandstrand und kühlenden Palmen. Und die indonesische Version von Venedig.

Auf gestelzt leben sie knapp über dem Meer, die Häuser verbunden mit wackeligen Stegen, darunter bindet man gleich sein Kanu an. Praktisch, nicht? Ein paar shops, eine Schule, eine kleine Moschee finden sich in dieser durch und durch muslimischen Gemeinschaft – als wäre es ein richtiges Dorf. Die Kinder lachen, die Frauen versuchen freundlichst auf indonesisch mit uns zu plaudern, aber für ein Selfie reicht es immer. Seeleute wie wir also.

Ps. Spätesten als wir unter einem Haus einen Billardtisch entdecken wird Imma definitiv neidisch. Keine Ahnung wie der hierhergekommen ist – aber manche Entdeckungen erschliessen sich auch dem aufmerksamsten Beobachter nicht. 

 

Ps. Weitere Fotos hier:

One Comment

  1. Marcos Mittwoch, der 28. August 2019 um 11:18 Uhr - Antworten

    Espectaculares fotografias, en estos Mundos y Mares que descubris.
    Un abrazo y hasta pronto!!
    Marcos

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